3. Film des Marvel Cinematic Universe
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3. Film des Marvel Cinematic Universe
Originaltitel: Iron Man 2
Produktionsland: USA

Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Theroux

Darsteller:
Robert Downey Jr.: Tony Stark / Iron Man, Don Cheadle: Rhodey, Mickey Rourke: Ivan Vanko / Whiplash, Sam Rockwell: Justin Hammer, Stane, Gwyneth Paltrow: Pepper Potts, Scarlett Johansson: Natasha Romanoff

FSK: 12
Länge: 124 Min.

Produktionsfirma: Paramount Pictures, Marvel Entertainment
Verleiher: Concorde Home Entertainment

Filmstart in den USA: 26. April 2010
Filmstart in Dtl.: 06.Mai 2010


Anton Vanko, der Vater von Ivan Vanko (Mickey Rourke) liegt im Sterben. Mit seinen letzten Worten offenbart er Ivan, dass ihm hätte der Ruhm gebühren müssen, den Tony Stark geerntet hat. Sowohl Vater als auch Sohn sind Physiker und Ivan entdeckt in dessen Nachlass Pläne für den ursprünglichen Arc-Reaktor, den Anton gemeinsam mit Tonys Vater Howard Stark entwickelte. Nun setzt sich Vanko als Ziel, sich an Tony zu rächen.


Darsteller gehen in ihren Rollen auf

Zeitensprung: Sechs Monate sind vergangen und Tony Stark (Robert Downey jr.) veranstaltet die „Stark Expo“, die einst sein Vater ins Leben gerufen hatte. Was das Publikum aber nicht ahnt, ist die Tatsache, dass Tony mit seiner Gesundheit zu kämpfen hat. Das Palladium des Arc-Reaktors in seiner Brust, was ihn eigenlich am Leben erhalten soll, vergiftet nun sein Blut. Eine Problemlösung scheint erst einmal nicht in Sicht. Als wenn dies nicht schon genug wäre, muss er auch noch an mehreren Fronten kämpfen.

Robert Downey jr. glänzt einmal mehr in seiner Heldenrolle und lässt sogar Einblicke in der Beziehung zu seinem Vater Howard Stark einfließen. Da Downey nicht die beste Beziehung zu seinem echten Vater hatte, sind ihm auch dieses Aspekte wie auf dem Leib geschnitten. Die visuellen Effekte sind wieder überzeugend und sorgen zum Ende hin für ein echtes Spektakel. Die Darsteller können sich leider nicht alle explizit entfalten, weil es die Vielfalt an eben solchen nicht zulässt. Die Antagonisten Ivan Vanko (Mickey Rourke) und Justin Hammer (Sam Rockwell) machen gerade im Zusammenspiel richtig Laune. Bei Ivan erfährt man mehr Hintergründe, aber Justin Hammer wird etwas ausgespart und ist im Film jünger als in den Comics. Der weibliche Cast wurde mit Scarlett Johansson erweitert, die in die Rolle der Natasha Romanoff schlüpft. Zunächst ist nicht ersichtlich, was oder für wem sie arbeitet. Es ist dieses Geheimnisvolle, was die Rolle so interessant macht. Und sportlich wird auch richtig was geboten. Dazu entsteht ein witziger Aspekt, wo sie mehrere Gegenspieler erledigt und Happy (Jon Favreau) sich in gleicher Zeit mit nur einem Antagonisten abmüht.

Kampf an mehreren Fronten

Abmühen muss sich auch Tony, als er sich vor dem Senat der USA verantworten muss. Es wird von ihm gefordert, dass er die Iron-Man-Technologie dem Militär zur Verfügung stellen soll. Dazu hat er mit Justin Hammer (Sam Rockwell) einen seiner größten Kritiker und der in Sachen Schlagfertigkeit Tony das Wasser reichen kann. Dazu sagte Rockwell in einem Making-Of auf der Blu-ray folgendes:

„Favreau wollte einfach jemanden haben, der mit Downeys verbaler Schlagfertigkeit mithalten konnte. Das habe ich kaum geschafft. Downey ist schnell. Im Senatssaal ging’s zur Sache. Ich liebe Iron Man und Frieden. Ich bin ein großer Fan von beiden.“

Rockwell gab sich sehr bescheiden, was seine Rolle betrifft und erntete dazu Lob:

„Rockwell war toll, weil er voll bei der Sache ist. Er lässt sich durch nichts und niemanden einschüchtern. Das ist etwas beunruhigend, weil er unglaublich selbstbewusst ist. Wenn einer schafft, die Öffentlichkeit gegen Tony aufzubringen, dann ist das meiner Meinung nach Sam Rockwell“, so Robert Downey jr. in einem Interview.

Nach außen hin ist Tony sehr selbstsicher und verkündet vor dem Senat, dass er erfolgreich den Weltfrieden privatisiert habe. Doch nach und nach wird man Zeuge, dass es ihm nicht gut geht, da er gesundheitliche Probleme hat, die er dazu vor seiner Assistentin „Pepper“ Potts (Gwyneth Paltrow) geheim hält. Dann muss er noch mit ansehen, wie sein Freund Lt. Colonel James Rhodes (Don Cheadle) vor dem Senat als Zeuge Rede und Antwort steht. Im 1. Teil wurde diese Rolle noch von Terrence Howard gespielt, der nun durch Don Cheadle ersetzt wurde. Letzterer passt aber besser in die Rolle, weil er eine bessere Ausstrahlung mitbringt und in der Chemie gemeinsam mit Downey sehr viel überzeugender wirkt. Dazu ist er in der Lage seinen Freund aus der Patsche zu helfen, als dieser anfängt sich dem Alkohol zu widmen. Und hier ging man sehr comicgerecht vor. Tonys Gesundheits- und Alkoholprobleme waren in der Vergangenheit immer wieder Thema in den Heften. In den Jahren 1979 und von 1982 bis 1984 wurde dies thematisiert und lose im Film verwendet, als Tony auf einer Party volltrunkend seine Rüstung als „Partyspielzeug“ benutzt. Im Film ist es dann Rhodes verbehalten, gegen seinen Freund handgreiflich zu werden.

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Wie schon im 1. Teil ist auch dieses Mal Agent Phil Coulson (Clark Gregg) im Einsatz  © Concorde Filmverleih GmbH

Samuel L. Jackson tritt erneut als Nick Fury in Erscheinung, der in einer Szene Tony auffordert vom großen Donat herunterzukommen. Wie so oft im Film improvisiert Regisseur Jon Favreau auch in dieser Hinsicht. In den klassischen Comics ist Fury ein gelegentlicher Verbündeter der Avengers. Erst 1996 erschienen mit Heroes Reborn (Die Wiedergeburt der Helden) Comics, in denen Fury als direkter Gründer eines Teams hervorgeht. Jedoch spielten diese Geschichten in einem anderen Universum. Erst später gab es das „Ultimative Universum“, welches in einem eigenen Universum spielte. Bekanntlich gehört Fury S.H.I.E.L.D. an und hat mit Agent Phil Coulson (Clark Gregg) einen gewissenhaften Kollegen, der ebenfalls im Sinne der Einheit arbeitet und in gewissen Szenen eine wichtige Rolle spielt. Seine Loyalität anderen Verbündeten gegenüber spielt nicht nur in diesem Film eine wichtige Rolle. Darsteller Clark Gregg hat hier einen echten Mehrwert geschaffen, der sicher auch unter den Fans eine hohe Anerkennung genießen dürfte.

Fazit: Der Film kommt nicht ganz an den ersten Teil heran. Dafür gibt es einfach zu viele Fronten, was dem Film etwas Tiefe nimmt. Punkten kann er wieder mit dem tollen Cast, der auch ein paar neue und interessante Charaktere einführt. Leider bleibt der Score erneut in der Qualität zurück. Zwar bekommt man für den Moment gute Musik für gewisse Stimmungen im Film geboten, hat sie danach aber schon wieder vergessen. Jedoch stellen die Songs insbesondere von AC/DC ein cooles Statement dar. Iron Man 2 ist in seinen Themen vielschichtig, wobei er es nicht schafft alles tiefgründig abzudecken. Die Effekte, Darsteller und Finale des Films entschädigen aber für dieses Manko. Dank der Referenzen zu den Comics und den Improvisationen des Regisseurs  wird dennoch eine gute Unterhaltung geboten, die mit entsprechenden Dialogwitz ausgestattet ist.

 


Titelbild © Concorde Filmverleih GmbH


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3 Gedanken zu “Iron Man 2 [2010]

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