Das James Bond Franchise steuert auf sein 60-jähriges Jubiläum im Jahr 2022 zu. Wir sahen bisher nicht nur sechs Schauspieler in der Rolle des Agenten, sondern auch eine Vielzahl von Ausrüstungen und fahrbaren Untersatz. Vsl. noch in diesem Jahr erwartet uns das 25. 007-Abenteuer “Keine Zeit zu sterben“ und gleichzeitig ist Daniel Craig zum letzten Mal in dieser Rolle zu sehen. Aber ein Agent ist nichts ohne sein Equiptment. In diesem Feature zeige ich euch die “wichtigsten Drei“ eines Geheimagenten.


James Bond kämpft stets für das Gute, ist jedoch kein Superheld. Und als normaler Mensch braucht es natürlich einen fahrbaren Untersatz. Und davon gab es in der fast 60-jährigen Bond-Filmgeschichte verdammt viele. Angefangen hat alles im ersten Film James Bond jagt Dr. No (1962) und war gleichzeitig der Beginn von vielen Produktplatzierungen.


Der Erste, der Häufigste, der Älteste

By allen watkin from London, UK (Sunbeam Alpine) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Wer hart arbeitet, benötigt natürlich einen Dienstwagen. Fürs erste sollte es der Sunbeam Alpine Series II sein, der tatsächlich ein Mietwagen war. Wie Bond selbst waren auch die meisten Autos ein Engländer. So auch der Sunbeam. Die Produktion der ersten Serie wurde nur 15 Monate hergestellt und ließ im Sommer 1960 die zweite Serie folgen. Dieser Sportwagen verfügte über einen 1,6 Liter vergrößerten Vierzylinder und ließ gleichzeitig seine Leistung 80 PS steigen. Bei seiner Vorstellung anfang der 1960er Jahre lag der Preis bei 986 britische Pfund. In seiner Karosserieversion ist es ein Roadster.

Der Aston Martin DB10 im 24. Bond-Film Spectre. ©Sony Pictures Releasing GmbH

Genauso oft wie Roger Moore James Bond spielte, kam der Aston Martin in den Filmen vor. Nämlich ganze sieben Mal. In den Filmen Goldfinger (1964) und Feuerball (1965) war es der Aston Martin DB5, der zum Einsatz gekommen war. Bis heute ist es ein legendäres Gefährt, weil ihm allerhand Gadget und Talente verpasst wurden. So verfügt er u.a. über einen Schleudersitz, Maschinengewehre hinter den Blinkern oder einen Reifen-Zerteiler. Produziert wurde der Sportwagen in den Jahren 1963 bis 1965 und ist in seiner Karosserieversion ein Coupé und Caprio. Er verfügt über ein 4,0 Liter Ottomotor und bringt es auf 229 km/h. Diese entspricht 142 Meilen/h. Zuletzt kam der Aston Martin in Spectre (2015) zum Einsatz. Hier war es der Aston Martin DB10, welcher als Sportwagen gilt und zum ersten Mal als solcher gebaut wurde. Dieser wurde 2014 produziert und verfügt nun über einen 4,7 Liter Ottomotor. Gebaut wurden insgesamt 10 Wagen, wovon acht als Filmauto verwendet werden. Zwei dienen zu PR-Zwecken.

By Graham Robertson, cropped and plates blanked by uploader Mr.choppers (IMG_5453) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Doch auch auf Oldtimer wurde zurückgegriffen. So war es der Bentley 3½ Litre, der in Liebesgrüße aus Moskau (1963) zum Einsatz gekommen war. Gebaut wurde er in den Jahren 1933 bis 1937 und brachte es auf 145 km/h, was 90 Meilen/h entspricht. Es war auch der erste Wagen, der nach der Übernahme durch den Konkurrenten Rolls-Royce gebaut wurde. Auch im Nicht-Offiellen Bond-Abenteuer Sag niemals nie (1983) kam der Bentley noch einmal vor. Dort war es dann der Bentley 4½ Litre und wurde in den Jahren 1927 bis 1931 gebaut. Zu jener Zeit brachte er es auf beachtliche 175 km/h.


Elegant auch in der Zeit: Die Uhren von 007

Der neueste Bond-Film Keine Zeit zu sterben (2021) sollte bereits im April 2020 in den Kinos starten. Doch die Pandemie machte dem Studio einen Strich durch die Rechnung. Aber was man auf jeden Fall mit Bestimmtheit sagen kann, obwohl den Film noch kein Zuschauer gesehen hat, Bond wird die Omega Seamaster 300M am Handgelenk tragen. Doch was hat dieses Modell zu bieten? Das Material des Gehäuses besteht aus Titan und ist als Herrenuhr und Unisex konzipiert. Sie hat einen Durchmesser von 42 x 49 mm und weist eine Wasserdichtigkeit von 30 ATM auf. Das Zifferblatt ist durch Saphirglas geschützt. Wenn man diese Uhr kurz und bündig beschreiben möchte, dann würden die Eigenschaften innovativ und modern am besten besten passen.

Es kam aber auch schon vor, dass 007 ein Modell zweimal getragen hat. Dabei handelt es sich um die Omega Planet Ocean 600M. Zum Einsatz kam sie in Ein Quantum Trost (2008) und Skyfall (2012). Gehäuse und Armband bestehen ebenfalls Stahl und sowohl als Herrenuhr als auch Unisex konzipiert. Der Durchmesser beträgt hier ebenfalls 42 mm und Zifferblatt in schwarz. Es besteht eine Wasserdichtigkeit von 60 ATM.

Aber auch in Spectre (2015) hatte Bond die Zeit im Blick. Hier trug er die Omega Seamaster 300, die ein Jahr später als “Limited Edition Spectre“ erschien. Von ihrer äußerlichen Beschaffenheit unterscheidet sie sich zu den anderen beiden Uhren. Zwar besteht das Gehäuse auch aus Stahl, aber das Material des Armbands ist aus dunklem Textil und kommt in einer schönen grau/schwarz Streifenoptik daher. Das Gehäuse misst einen Durchmesser von 41 mm. Das Ziffernblatt ist ebenfalls schwarz und rundet das dunkle aber elegante Gesamtdesign ab.

Unter Filmfans gibt es viele Sammler, die auf Qualität setzen und dafür gerne etwas mehr Geld ausgeben. Unter der 007-Fangemeinde sind es zum Beispiel die Luxusuhren, die auf dem Onlinemarktplatz Chrono24, ein Onlinemarktplatz für Luxusuhren, angeboten werden.


©United Artists

Allerdings gibt es auch Gadgets, die großen Ideenreichtum entsprungen sind. Und da waren bereits die Filmschaffenen der 1960er Jahre sehr kreativ gewesen. So auch das Jetpack, welches Bond als Fluchtmittel benutzen musste. Wer Lust und Laune hat, kann sich so etwas gegen einen höheren Aufpreis für den eigenen Gebrauch zulegen. Aber Vorsicht, hohe Absturzgefahr!

Auch Daniel Craig nutzte den Tracker. Hier im Film Skyfall (2012) ©Sony Pictures Releasing GmbH

Wie schon so oft ließ sich 007 zu großen Verfolgungsjagden hinreißen und bediente sich auch hier den allseita beliebten Gadgets. Aber hier eben ein paar Nummern kleiner. Dabei handelt es sich um den Tracker, die er zum Beispiel an die Autos seiner Gegner anbrachte, um sie nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Durchaus vergleichbar ist das mit dem Tracking auf dem PC, welches Unternehmen benutzen, um mit Werbung Geld zu verdienen. Dabei werden anonym Informationen über das Verhalten der Benutzer gesammelt, um z.b. noch mehr Nutzer zu erreichen.

© United Artists, Danjaq LLC, Columbia Pictures

Heutzutage nehmen wir mit dem Handy Fotos auf, wenn uns der Sinn danach steht. Doch als es noch lange keine Handys gab, wusste man sich anders zu helfen. Für Agenten war da die versteckte Mini-Kamera ein brauchbarer Gegenstand, weil man sie relativ leicht in den Taschen verschwinden lassen konnte. Sie waren nicht größer als ein USB-Stick. Und so war es damals nur eine Frage der Zeit, bis Bond auch so etwas nutzen würde.


Genutzte Quellen:

pace.car
rtl.de
computerweekly.com


Vielen Dank, dass ihr meinen Artikel gelesen habt. Lasst doch gerne ein Like da, wenn es euch gefallen hat. Ihr habt einen Gedanken zum Text oder Film? Dann postet es mir gerne unten in die Kommentare. Ansonsten ließt man sich im nächsten Artikel. Bis bald…

4 Gedanken zu “60 Jahre Filmgeschichte: James Bond und seine Ausrüstung

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