Das Internet, so wie wir es heute kennen, ist vielleicht schon bald Geschichte. Grund dafür ist Artikel 13, den das Europäische Parlament durchsetzen möchte. Eigentlich könnte alles so wunderbar sein. Abo- bzw. Followerzahlen auf YouTube oder Instagram steigen. Influencer sind kreativer denn je. Die Unterhaltungsindustrie boomt. Doch den Politikern des Europäischen Parlaments interessiert es einen Dunst, was dieser Artikel 13 zur Folge haben könnten.


Kreative YouTuber vor dem Aus

Wie schon erwähnt, es könnte alles so wunderbar sein. Wer informiert sich nicht gerne über die neuesten Filme und guckt sich dabei einen Trailer mit Kritik an? Oder die ganzen Fanfilme ala Star Wars oder Harry Potter erfreuen sich großer Beliebtheit. Nicht zu vergessen die beliebten DailyVlogs, die bekannte YouTuber täglich auf ihren Kanal hochladen.

Doch nicht nur YouTube boomt. Auch facebook, Instagram oder Twitter weisen eine große Reichweite auf. Auf der Suche nach einem neuen Kochrezept? Auf diesen Social Medias werdet Ihr bestimmt fündig. Dabei fällt sicher auch mal ein toller Blog ins Auge, der sehr informativ über „Dieses und Jenes“ berichtet.

Aber aufgepasst! Diese Gewohnheiten könnten schon bald Geschichte sein. Setzt das Europäische Parlament tatsächlich Artikel 13 durch, dann profitieren nur noch große Konzerne. Zum Beispiel würden alle YouTube-Kanäle gelöscht werden, die kein Geld einbringen. Desweiteren werden dann Plattformen haftbar gemacht, wenn man Inhalte hochlädt, die womöglich gegen das Urheberrecht verstoßen. Sei es auf Instagram ein Video, wo im Hintergrund Musik zu hören ist oder ein Blogartikel, welches ein Buch zitiert, dann ist stets der große Konzern in der Pflicht. Man stelle sich mal vor, dieses Szenario tritt wirklich ein. Dann würden diese Plattformen oder Websites mächtig Verlust machen und könnten sich schon bald ganz abmelden. Ganz zu schweigen von den Geldstrafen und Klagen, die sie über sich ergehen lassen müssten.

Wird die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

 

Diese Frage muss man mit leider mit einem lauten JA beantworten. Zumindest betrifft es zum großen Umfang YouTube. Alle Kanäle, die sich auf europäischer Ebene befinden und keinen großen Konzern angehören, werden gelöscht. Hier wird nicht nur in den künstlerischen Freiheiten kleinerer YouTuber eingegriffen, sondern auch die Meinungsfreiheit stark eingegrenzt. Dann wäre Schluss mit DailyVlogs, Filmkritiken, Gaming oder Lost Places. Informationen kämen dann nicht mehr von den unabhängigen Privatkanälen, sondern von anderen Medien wie das Fernsehen ARD/ZDF oder größere Zeitungen wie Bild oder Focus. YouTube würde dann zu einer 08/15 Mediathek verkommen und Formate wie „Berlin Tag und Nacht“ hochladen. Alles wäre nur noch vorgesetzt und von professionellen Anstalten hochgeladen. Und da stellt sich mir folgende Frage:

„Wollen wir das so akzeptieren? Oder setzen wir uns dagegen zur Wehr?“

Setzt ein Zeichen und helft mit diesen Wahnsinn zu stoppen! Doch wie könnt Ihr darauf einwirken? Eine gute Methode dagegen vorzugehen, ist immer eine Petition. Auf https://www.change.org wurde diesbezüglich schon eine Petition eingereicht:


Stoppt die Zensurmaschine und rettet das Internet!


Aber auch Abgeordnete der EU können kontaktiert werden. Dazu wendet Ihr euch am besten an:

die CDU in Europa: info@cducsu.eu, Verantwortlicher Abgeordneter: info@axel-voss-europa.de.

Setzt Hashtags auf Twitter, Facebook oder Instagram. Folgende Raute ist dazu am besten geeignet: #SaveYourInternet.


Inspiriert zu diesem Text wurde ich von Eric, der den spannenden und lustigen Kanal TechGermany betreibt. Schaut doch mal bei ihm rein und lasst ein Like da bzw. aktiviert die Glocke. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Entnommen habe ich die Informationen von Wissenswert und LeFloid.


Alle wichtigen Informationen könnt Ihr auf www.youtube.com/yt/saveyourinternet/ entnehmen.

3 Gedanken zu “„Zensur statt SocialMedia und Kreativität“

  1. Ich kann die Angst nur sehr bedingt nachvollziehen, lasse mich aber gerne überzeugen.

    Warum sollte es plötzlich keine Filmkritiken mehr geben? Die Leute, die sich engagieren, haben einen Pressezugang des Veleihs und können die Erlaubnis das Bild- und Videomaterial zu nutzen nachweisen. Die anderen sollten sich darum kümmern. Oder man produziert, wie es hier in der Bloggerwelt auch einige tun, Kritiken ohne Trailer. Das sieht zwar nicht so bunt und hübsch aus, dafür kommt es aber wieder mehr auf den Inhalt an. Wer außer Trailern und Bilder, die noch nicht mal ihm gehören, nichts zu bieten hat, hat dann ein Problem. Wenn wir Videos nicht mehr aufrufen, weil ein Kritiker nur spricht und keine Bilder/Videos benutzt/benutzen darf, ist das ein Problem von uns Nutzern und nicht des Artikel 13.

    Und warum sollte YouTube Accounts löschen? Viele der Nutzer sind selbst auf Youtube aktiv und haben einen eigenen Kanal. Wenn man diesen Leuten die Plattform nimmt, würden wahrscheinlich auch die Nutzerzahlen auf Youtube einbrechen und das kann kein Unternehmen wollen.

    Oder sehe ich da etwas falsch?
    Ich habe das Gefühl, dass nicht unbedingt von dir, aber in der digitalen Welt allgemein, ganz schön viel durcheinander geworfen wird. Fakt ist, dass man im Internet nicht einfach tun lassen kann was man will. Das hat jedoch meiner Meinung nach nichts mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit zu tun.

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für dein Feedback. Ich versuche mal näher darauf einzugehen. Es hat ja nicht direkt was mit den Filmkritiken zu tun. Da wird es uns Blogger wohl am wenigsten treffen, falls dieses Szenario überhaupt eintritt.

      Zu deinem Ansatz triffst du mit dem letzten Satz den Kern der Sache.

      Richtig, tun und lassen was man will sollte nicht die Maßgabe im Internet sein. Aber wenn es zu diesem Artikel 13 kommt, dann ist eben nicht mehr viel mit Meinungsfreiheit. Dann wird nur noch alles von den großen Medien vorgegaukelt. Und darauf habe ich nun wirklich keine Lust.

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      1. Vielen Dank für deine Antwort. Ich verstehe die Angst trotzdem nicht. Vielleicht bin ich da einfach zu naiv. Der Artikel 13 sagt ja zunächst einmal nur, dass Plattformen kontrollieren müssen welcher (möglicherweise illegale!!!) Content hochgeladen wird. Oder übersehe ich da was?

        Wenn dem so ist, heißt das doch nicht, dass dies die Meinungsfreiheit von irgendjemandem beschneidet.

        Ich meine das aufrichtig ernst. Wo ist da das Problem? Wenn ich die Gefahr auch erkenne, möchte ich mich mit aufregen 😊

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