Was hat das legale Streaming-Angebot ala Netflix, Amazon Prime, Sky Q, Maxdome uvm. nicht alles zu bieten? Serien und Filme im Überfluss, wo man nur hinschaut. Aber auch Freunde der Dokus und Comedy kommen nicht zu kurz. Fast alles was das Herz begehrt, ist vertreten. Kann man daraus schlussfolgern, dass illegale Dienste nun endlich einpacken können? In diesem Artikel gehe ich dem Ganzen auf dem Grund und liste am Ende die März-Starts von Netflix auf.


Filesharing ist dennoch allseits beliebt. Trotz erschwinglicher Preise gönnt sich nicht jeder ein Abo bei eines der legalen Anbieter. Schlichtweg sei es zu teuer, oder man kann es sich nicht leisten. Da sind dann solche Seiten wie „kinox.to“ der geringste Weg des Widerstands. Nicht nur die genannten Anbieter müssen dadurch Einbußen hinnehmen. Auch die großen Filmstudios oder Plattenstudios sind betroffen.

Auch im Bereich der Musik wird gut und gerne illegal gestreamt oder runtergeladen. Daraus schließen kann man, dass solche Nutzer von illegalen Diensten auf die gute Qualität verzichten. Sprich, ihnen ist egal ob es ein hochauflösenes Angebot ist. Hauptsache man kann Film/Serie XY überhaupt schauen. Doch auch von der Rechtslage lassen sich die Nutzer nicht abschrecken. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs hinsichtlich illegalen Streamings sieht im verlinkten Artikel folgendes vor.

Folgende Zitate der Seite sind für mich besonders relevant:

„Im Kern gehen die Richter davon aus, dass sich Nutzer immer dann illegal verhalten, wenn sie von der Rechtswidrigkeit des verbreiteten Streams Kenntnis hatten oder diese hätten haben müssen“,

geht Solmecke näher auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ein.

„Im Ergebnis bedeutet dies, dass Nutzer seit dem Urteil deutlich vorsichtiger sein müssen. Geschützt werden sie nur noch von § 53 des Urheberrechtsgesetzes. Dieser erlaubt Vervielfältigung zum Zweck einer Privatkopie. Dies allerdings nur, wenn es sich nicht um eine offensichtlich rechtswidrige Vorlage handelt“,

führt der Kölner Anwalt weiter aus.

Legt man diese Aussagen faktisch dar, dann geht daraus hervor, dass die Nutzer sich noch immer in einer Grauzone befinden und gerade vielleicht deswegen bewusst illegal streamen. Den Seiten bzw. Betreibern wie „kinox.to“ geht es da schon eher an den Kragen, weil hier eine strafrechtliche Urheberverletzung vorliegt. Film- oder sonstige Angebote hochzuladen ist eben illegal und wird strafrechtlich verfolgt. Doch die Nutzer sollten sich dennoch nicht zu sicher sein, wie aus folgenden Zitat hervorgeht:

„Für Nutzer geht damit eine große Rechtsunsicherheit einher. Zumindest überall dort, wo aktuelle Kinofilme und Serien angeboten werden, muss Nutzern klar sein, dass die darüber zugänglichen Inhalte offensichtlich rechtswidrig sind.“, so Anwalt Solmecke

Doch laut Untersuchungen des Marktforschungsinstituts Goldmedia schauen 1,9 Millionen Deutsche regelmäßig an den Rechteinhabern vorbei Fernsehen. Neben vielen Serien und Filmen war insbesondere Fußball sehr beliebt. Laut der Rechnung des Vaunet koste das allein die Medienunternehmen jährlich 430 Millionen Euro.

Inwieweit diese Zahl steigen oder sinken wird, ist indes nicht so leicht abzusehen. Wenn Seiten wegen dem Urheberrecht geschlossen werden, dann melden sie sich nur kurze Zeit später unter abgewandelten Namen an und stellen die illegalen Inhalte erneut zur Verfügung. Dazu kommt, dass man jene Angebote sehr leicht in den Suchmaschinen finden kann. Sieht wohl ganz danach aus, als müsse sich der Europäische Gerichtshof weiterhin mit dieser Thematik beschäftigen. Ein klares Urteil in allen Richtungen ist dabei unabdingbar. Sonst wird die Rechtslage weiterhin nur deutlich in eine Richtung ausgelegt sein, was wiederrum genügend Spielraum für die Nutzer bedeuten dürfte. Aber Vorsicht beim Abmahn-Wahn, wie dieser Link zeigt! Aber auch Betrüger sind in dieser Hinsicht unterwegs. Aber es gibt Möglichkeiten eben solche zu erkennen, was sehr detailliert im verlinkten Artikel aufgezeigt wurde.


Diese Filme und Serien und starten im März 2019 auf Netflix


Franchise-Filme in größerer Anzahl

Zunächst mache ich auf einzelne Fortsetzungen aufmerksam, die ab März in größerer Anzahl verfügbar sein werden. Los geht es am 1.3. mit X-Men Apocalypse (2016), Mamma Mia! (2008) und Fast & Furious 6 (2013). Nach Fluch der Karibik 5 (2017) (5.3.) folgt am 12.3. Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013). Für Sci-Fi Freunde folgt am 30.3. Independence Day 2: Wiederkehr (2016). Nostalgiefreunde dürfen sich in Sachen Jurassic Park den 1.3.2019 ganz dick im Kalender anstreichen. Netflix stellt alle drei Teile aus den 1990er Jahren zur Verfügung.

Mit Triple Frontier (2019) (13.3.), der u.a. mit Ben Affleck besetzt ist, gibt es Action pur. Außerdem ist der Thriller The Highwaymen (2019) (29.3.) mit Woody Harrelson und Kevin Costner mit hochkarätigen Stars ausgestattet.

Es startet ebenfalls:

Der Junge, der den Wind einfing (2019) (1.3.)
District 9 (2009) (1.3.)
Nie wieder Sex mit der Ex (2008) (12.3.)

Auch dieses Mal sind neue Serien dabei

Comedyfans können sich auf die Fortsetzung der 5. Staffel Arrested Development (15.3.19) freuen, deren erste Hälfte bereits 2018 auf dem Streamingportal Premiere feierte. Außerdem geht die 5. Staffel der Kultserie The Blacklist (28.3.) und Staffel 3 der Reality-Serie Queer Eye (15.3.) an den Start. Weiter geht es auch bei Modern Family Staffel 7 (1.3.) und Santa Clarita Diet Staffel 3 (29.3.). Serien wie Formula 1 – Drive to Survive (8.3.), Love, Death & Robots (20xx) (15.3.) und Turn Up Charlie (15.3.) sind neu dabei. Wer es viel mit dem Humor hält, wird mit Jimmy Carr: The Best of Ultimate Gold Greatest Hits (12.3.) und Amy Schumer Growing (19.3.) gut bedient.

2 Gedanken zu “2 in 1: Illegales Streaming auf Dauer eine Grauzone?/Netflix-Starts im März 2019

  1. „Auch im Bereich der Musik wird gut und gerne illegal gestreamt oder runtergeladen. Daraus schließen kann man, dass solche Nutzer von illegalen Diensten auf die gute Qualität verzichten.“

    Den logischen Schluss verstehe ich nicht. Zum einen muss illegales Streamen keine schlechte Qualität haben, zum anderen ist gerade im Bereich der Musik die Qualität mit der von legalen Angeboten auf einem Level.

    „Legt man diese Aussagen faktisch dar, dann geht daraus hervor, dass die Nutzer sich noch immer in einer Grauzone befinden und gerade vielleicht deswegen bewusst illegal streamen.“

    Auch dieser logische Schluss zu den Zitaten davor ergibt für mich keinen Sinn. Solmecke sagt ja gerade, dass es (spätestens) dann illegal wird, wenn man entweder weiß, dass man sich etwas illegales anschaut, oder Kenntnis davon haben müsste, weil die Seite so eindeutig illegale Inhalte bereit stellt, dass es sich einem aufdrängt. Und das ist bei neuen Kinofilmen der Fall und bei Seiten wie kinox.to gleichermaßen. Auf Youtube wird man als unbedarfter Nutzer nicht davon ausgehen müssen (wenn es nicht gerade der neueste Blockbuster ist). Allerspätestens, wenn man bewusst illegal streamt, ist man raus aus jedem Graubereich.

    „Ein klares Urteil in allen Richtungen ist dabei unabdingbar. Sonst wird die Rechtslage weiterhin nur deutlich in eine Richtung ausgelegt sein, was wiederrum genügend Spielraum für die Nutzer bedeuten dürfte.“

    Wie sollte denn deiner Meinung nach ein noch klareres Urteil aussehen? Illegales Streamen ist illegal. Es wird aus diversen Gründen nur nicht richtig verfolgt. Immerhin ist das Urteil schon fast zwei Jahre alt.

    Gefällt 1 Person

    1. Nun ja, ist mir natürlich bewusst, dass es schon älter ist. 😉 Aktuell bleibt es dennoch. Du hast es gerade angesprochen. In Sachen Verfolgung könnte man die Sache rigoroser anpacken. Oder man sollte vielleicht den diversen Gründen nachgehen, warum die Verfolgung nicht intensiver angegangen wird.

      Gefällt 1 Person

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