Vorwärts immer! [2017]

07-Vorwaerts-Immer
Foto: dcm

Originaltitel: Vorwärts immer!
Produktionsland: Dtl.
Regie: Franziska Meletzky
Darsteller:
Jörg Schüttauf, Josefine Preuß, Devid Striesow, Alexander Schubert, Marc Benjamin u.a.

Genre: Komödie
Verleiher: dcm
Länge: 98 Min.
FSK: 0

Kinostart: 12. Oktober 2017


Der Trailer zum Film:

Oktober 1989 in Ost-Berlin: Die Mauer ist mächtig am wackeln und die Demonstrationen auf den Straßen nehmen immer mehr zu. Anne (Josefine Preuß) hat genug vom Staat und möchte mit einem gefälschten Pass die DDR verlassen. Der Rebell August  (Jacob Matschenz) besorgt ihr den Pass und sie reisen zur Montags-Demo nach Leipzig. Jedoch ist ihr Vater Otto Wolf (Jörg Schüttauf) dagegen, der ein berühmter DDR-Staatsschauspieler ist. Außerdem kann er Honecker perfekt imitieren. Bald erfährt er, dass Panzer in Leipzig auffahren werden, um gegen die Demonstranten mit Gewalt vorzugehen. Nun sieht er seine Tochter in Gefahr und muss etwas unternehmen. Als Honecker verkleidet begibt er sich nun auf den Weg zum Zentralkomitee…

Verwechslungskomödien gab es sicher schon oft. Aber eine über den Staatsmann Erich Honecker war mit Sicherheit noch nicht dabei. Hier bekommt man ein besonders humorvollen Blick auf die Ereignisse des Oktobers 1989. Auf jeden Fall eine gute Entscheidung, da man schon viele Fakten aus Büchern oder Dokumentationen kennt. Klassen verschiedener Schulen können sicher ein Lied davon singen. Allen voran glänzt Jörg Schüttauf (Der Staat gegen Fritz Bauer) in einer Doppelrolle als echter und falscher Erich Honecker. Er und Regisseurin Franziska Meletzky wurden mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Ergänzt wird die Darstellerriege mit Josefine Preuß (u.a. Türkisch für Anfänger oder Schloss Einstein), Devid Striesow (Ich bin dann mal weg), Alexander Schubert (Heute-Show) und Marc Benjamin (Eddie The Eagle).

Hintergrund

Im Laufe des Jahres 1989 wurde es in der DDR immer unruhiger unter dem Volk. Und so schien der 9. Oktober 1989 ein Wendepunkt für die Republik zu werden. Von nun an bröckelt die Mauer gewaltig. Mit einem Volk, was friedlich gegen das DDR-Regime zu demonstrieren vermag. Die Produktion des Film entfachte nicht erst jetzt. Sondern hatte eine lange Vorbereitungszeit. Produzent Philipp Weinges erinnert sich in einem Presse-Statement daran:

„Und so rangen wir zehn Jahre um die Finanzierung. Lange Jahre, die wir aber auch nutzten, um das Drehbuch weiter zu entwickeln. Dabei wurde uns immer mehr bewusst, welchen Mut die Menschen 1989 aufbrachten, um für ihre Freiheit einzustehen. Und genau das wurde bei allem Humor das ernsthafte Thema unseres Films.“


Fazit: Eine fiktive Geschichte, die auf den Oktober 1989 integriert wurde. Über den gesamten Film wird nicht erst versucht, alles 1 zu 1 nachzubilden. Viel mehr entwickelt die Geschichte ihren ganz eigenen Charme, wo Witz und Ironie keine Seltenheit darstellt. Das tolle Ensemble an Darstellern weiß sein Publikum zum lachen zu bringen. Vielleicht wird der Film nicht allen gefallen, da der Humor an ein paar Stellen sehr grenzwertig ist. Aber wer für alles offen ist, wird auf jeden Fall seinen Spaß haben.

 

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