Porträt: Charlie Chaplin

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Am 25. Dezember 2017 jährte sich der Todestag von Charles Spencer Chaplin zum 40. Mal. Grund genug ein Kurzporträt über ihn zu bringen. Geboren im April 1889 in den Slums von London verlebte er eine schwere Kindheit, die von Armut geprägt war. Doch früh zeigte der junge Charles seine Talente…

Geboren in den Slums von London

Jedenfalls wird dies vermutet. Ganz genau belegt ist es nicht. Hier findet man dazu einen interessanten Artikel. Sir Charles Spencer Chaplin jr. kam am 16. April 1889 zur Welt. Schon als Kind trat er in der Music Hall auf. Mit 25 Jahren drehte er dann seinen ersten Film Making a Living. Hier noch nicht im typischen Tramp-Look, sondern als Schwindler, der sich gerne Geld ergaunert. Erst im folgenden Film Kid Auto Races at Venice war er als Tramp zu sehen. Diese beiden und 34 darauffolgenden Filme wurden in den Keystone Studios in Los Angeles von Mack Sennett produziert.

Entwicklung als Filmschaffender und Gründung der United Artist

1915 wechselte Chaplin zum Filmunternehmen Essanay, und verdiente pro Woche 1250 Dollar. Für Essanay produzierte er insgesamt 16 Filme. Wobei er in His Regeneration nur einen Cameo-Auftritt hatte. Triple Trouble (1918) war hingegen ein Zusammenschnitt aus unfertigen Filmen Chaplins. Damit lieferte er also insgesamt 14 Filme als Hauptdarsteller. In dieser Zeit setzte er sich als unabhängiger Filmschaffender durch, und konnte sich so für seine Produktionen Zeit lassen. 

„Der Spazierstock steht für die Würde des Menschen“, sagte Chaplin einmal zu seiner Idee des Tramps, „der Schnurrbart für die Eitelkeit, und die ausgelatschten Schuhe für die Sorgen.“

Im Jahr 1916 wechselte er erneut die Filmproduktion, und ging zur Mutual Filmgesellschaft. Nun verdiente er 10.000 Dollar pro Woche und erhielt einen garantierten Bonus von 150.000 Dollar bei Vertragsabschluss. Zu dieser Zeit avancierte er zum bestbezahlten Schauspieler. Er drehte insgesamt 12 Filme für Mutual, und richtete in dieser Zeit ein neues Studio in Los Angeles ein. In dieser Zeit erschien Leichte Straße (Easy Street) (1917), der bis heute zu den besten Filmen Chaplins gehört. 1917 ging er dann zur First National Filmverleih. Auch hier entstanden 12 Filme. Wobei Der Pilger (The Pilgrim) als letzter im Jahr 1923 veröffentlicht wurde. Sein erster Langfilm The Kid erschien 1921, und war ein großer Erfolg. 1919 gründete er gemeinsam mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und David Wark Griffith die Filmgesellschaft United ArtistsChaplin gehörte zu den Gründervätern der US-amerikanischen Filmindustrie – der sogenannten Traumfabrik Hollywood. Mit Die Nächte einer schönen Frau (A Woman of Paris) erschien 1923 der erste Film für United Artists. Chaplin agierte bei diesem Liebesdrama nur als Regisseur. Dieses Werk wurde unter Kritikern gefeiert, aber vom Publikum verrissen. 

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Der Vagabund und das Kind (1921) © Constantin Film

Die goldenen 20er Jahre und Beginn des Tonfilms

Goldrausch (1925) war da wieder erfolgreicher, und zeigte Chaplin als Goldsucher, der mit einigen Strapazen zu kämpfen hat. 1928 erschien Der Zirkus, der heute als echter Klassiker gilt. Es war auch die Zeit, als der Tonfilm mehr und mehr aufkam. Doch Chaplin selbst hielt noch lange erfolgreich dagegen. Erst 1936, in Moderne Zeiten setzte er wenige Passagen mit Ton um. Er selbst sprach nicht, sang und tanzte aber in einer Szene. 1952 wurde er des Kommunismus verdächtigt, und aus der USA ausgewiesen. Im selben Jahr stand er gemeinsam mit Buster Keaton in Rampenlicht (Limelight) vor der Kamera. Beide waren einst große Konkurrenten in der Stummfilmzeit.

Die letzten Jahre

1957 stand er zum letzten Mal vor der Kamera. In Ein König in New York (A King in New York) verarbeitete er seine bitteren Erfahrungen, die er im Umgang mit der USA gemacht hatte. Sein Sohn Michael Chaplin, geb. 1946, ist hier in einer Nebenrolle zu sehen.  In den Staaten selbst feierte der Film erst 1973 seine Premiere. 1967 erschien er letztmalig als Filmschaffender. Mit Die Gräfin von Hongkong (A Countess from Hong Kong) drehte er einen Film, wo Marlon Brando und Sophia Loren die Hauptrollen spielten. 1972 reiste er kurzfristig in die USA ein, um den Ehrenoscar entgegenzunehmen. Der Applaus im Publikum hielt 12 Minuten an. Bis heute ein Rekord bei den Academy Awards. Bereits 1929 erhielt er diese Trophäe für Der Zirkus. Am 25. Dezember 1977 verstarb Chaplin in Corsier-sur-Vevey, Schweiz. Dort fanden sie seit 1952 Zuflucht, als er aus den USA ausgewiesen wurde. 

In seiner Zeit war er als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Schnittmeister, Komponist, Filmproduzent und Komiker aktiv und sehr erfolgreich. Er zählt zu den einflussreichsten Menschen der Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beim American Film Institute steht er auf Platz 10 der größten amerikanischen Filmlegenden.


Filme über Charlie Chaplin

1992: Chaplin, (von Richard Attenborough & Robert Downey Jr. als Charlie Chaplin)
2003: Charlie: The Life and Art of Charles Chaplin (Charlie – Leben und Werk des Charles Chaplin)
2003: Charlie Chaplin: The Forgotten Years


Quellen:

abendblatt.de
de.wikipedia.org

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