Don’t Breathe [2016]

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© Sony Pictures Releasing GmbH

Originaltitel: Don’t Breathe
Produktionsland: USA, Ungarn

Darsteller:
Stephen Lang, Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Emma Bercovici
Regie: Fede Alvarez

Länge: 88 Min.
FSK: 16
Verleiher: Sony Pictures Germany

US-Premiere: 12. März 2016
Deutscher Kinostart: 8. September 2016

Trailer


Drei Kleinkriminelle namens Rocky (Jane Levy), Alex (Dylan Minnette) und Money (Daniel Zovatto), die in Detroit leben und gerne in Häuser einbrechen, um danach ihr Diebesgut verkaufen. Durch einen Tipp machen sie ein Haus ausfindig, wo sich 300.000 US-Dollar befinden sollen. Der dort lebende Mann (Stephen Lang)  ist blind. Doch er kann sich durchaus zur Wehr setzen…

Im Haus eingetroffen kommen ihnen dann schon erste Zweifel, ob es überhaupt eine gute Idee war, gerade bei diesem Mann einzubrechen. Nun gibt es kein Zurück mehr, und Money versucht die Gruppe mit harter Hand mitzuziehen. Aber der gewisse Nervenkitzel bleibt dennoch nicht aus. Ständig müssen sie auf der Hut sein, dass nicht was völlig unerwartetes geschieht. Die Anspanmnung der drei Akteure ist deutlich spürbar, und überträgt sich auch auf den Zuschauer, der ebenso gebannt vor dem Breitwandfernseher sitzt. Auch der blinde Mann (Stephen Lang) lässt nicht lange auf sich warten. Schließlich muss er sein Haus vor Einbrechern schützen. Und er ist der Mann, um den sich schlussendlich alles dreht. Stephen Lang agiert hier nicht nur körperlich, sondern entwickeln seine Figur am meisten weiter. Warum tut er sowas? Was treibt ihn an? Wie wurde er durch das Leben geprägt? Fragen, die im Verlauf der Handlung durchaus beantwortet werden. Mit S. Lang hat man sich in der Tat einen bekannten Akteur ins Boot geholt. U.a. spielte er 1993 in dem Western Tombstone mit. Neben einigen TV-Produktionen war er auch in Avatar (2009) dabei. Von den jugen Darstellern ist Dylan Minnette das bekannteste Gesicht. Ihn kennt man u.a. aus  den Kinofilmen Prisoners (2013) oder Die Coopers – Schlimmer geht immer (2014).

Regisseur mit zweiten Langfilm

Der Uruguayer Fede Alvarez ist dem breiten Publikum bei Kurzfilmen bekannt. Mit Evil Dead (2013) gab er sein Debüt bei  Langfilmen. Jane Levy war dort schon ebenfalls als Darstellerin dabei. Der düsteren Grundstimmung bliebt er treu, und ließ die Innenaufnahmen des Hauses in Ungarn drehen. Ein Schachtzug der sich lohnen sollte. Schon die Darsteller sorgten für einen gewissen Thrill. Aber die Atmosphäre im Haus des blinden Mannes tut ihr übriges. Es ist dort, dunkel, eng und nicht gerade modern. Der Farbton des Bildes wurde entsprechend auf das Haus abgestimmt, und nimmt den Zuschauer auf ein wildes und beklemmendes Abenteuer mit. Da all diese Aspekte ineinander gut verknüpft sind, kommt der Film ohne viel Blut vergießen aus. An der Produktion, genau wie bei Evil Dead, ist Sam Raimi beteiligt. Ihn kennen wir natürlich als Regisseur von den ersten drei Spider-Man Abenteuern von 2002 bis 2007.

Vom eindrucksvollen Score begleitet

Wo ein hochspannender Horrorfilm ist, da darf auch die entsprechende Musik nicht fehlen. Für die sorgte der spanische Komponist Roque Baños López. Die Liste seiner Kompositionen ist lang. U.a. ist seine Musik bei: The Machinist (2004), The Oxford Murders (2004), Evil Dead (2013) oder in In the Heart of the Sea zu hören. Die Erfahrung in verschiedenen Genres spricht für sich. Auch beim Score von Don’t Breathe lieferte er eine exzellente Arbeit ab. Passt sie doch perfekt in das Gesamtbild des Filmes. Wer vom Score des Spaniers nicht genug bekommen kann, hat die Möglichkeit diesen im Actionthriller The Commuter (2018) zu hören. 

Bei einem Budget von knapp 10 Mio. US-Dollar spielte der Film weltweit ca. 153 Mio. US-Dollar ein. Am ersten Wochenende in den Vereinigten Staaten brachte er es auf ca. 26 Mio. US-Dollar. Für 2019 ist eine Fortsetzung geplant.

Fazit: Fede Alvarez bringt noch nicht viel Erfahrung bei Spielfilmen mit. Doch dieser Aspekt ist in keinster Weise ein Nachteil. Gerade in solch einer Phase ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Man kann sich ausprobieren, was das Zeug hält. Und hier wird einiges gehalten. So viel ist schon mal sicher. Bis auf wenige Großaufnahmen lässt er seine Protagonisten in einem engen und düsteren Haus zugleich den Nervenkitzel spüren. Schauspielerisch verlangt er so einiges von ihnen ab. Doch er wird nicht enttäuscht, und tut es selber auch nicht. Die Inszenierung könnte nicht besser sein. Selten habe ich einen Film dieses Genres gesehen, der so konsequent ist, ohne dabei viel Blut zu vergießen funktioniert.

Mein selbst ausgedachtes Zitat könnte nicht passender als letztes Wort für diese Kritik sein:

„Nervenaufreibend und packend. Don’t Breathe wird euch lehren, dass man sich nie in Sicherheit wägen sollte, auch wenn dies von außen hin so scheinen sollte.

 


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