Deutscher Titel: Vielleicht lieber morgen
Produktionsland: USA

Darsteller:
Logan Lerman: Charlie, Emma Watson: Sam, Ezra Miller: Patrick, Johnny Simmons: Brad, Paul Rudd: Mr. Anderson u.v.a.
Regie & Drehbuch: Stephen Chbosky

Genre: Drama
FSK: 12
Länge: 103 Min.

StudioProduktionsfirma: Summit Entertainment
Verleiher: Capelight Pictures (Blu-ray)

Premiere USA: 10. September 2012
Kinostart Dtl.: 01. November 2012
Start der Blu-ray: 22. März 2013


Der verschlossene Charlie ist neu an der Highschool und findet sich nur schwer zurecht. Außerdem fällt es ihm schwer, neue Freunde zu finden. Der Junge ist gefühlsmäßig hin- und hergerissen und verheimlicht dies vor seinen Eltern, um sie nicht zu beunruhigen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, warum er am ersten Schultag nur mit einer Person gesprochen hat. Nämlich mit seinem Englischlehrer Bill (Paul Rudd). Aber dann lernt er Oberstufenschüler Patrick (Ezra Miller) und dessen Stiefschwester Sam (Emma Watson) kennen. Wächst fortan eine einzigartige Freundschaft zusammen? …

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Junge Darsteller zeigen ihr Können

Wie bereits oben erwähnt, ist der junge Charlie die zentrale Hauptfigur des Films, die von Logan Lerman authentisch wiedergegeben wird. Er stellt einen Teenager dar, der neu an die Highschool kommt und sehr verschlossen ist. Erst als er Sam (Emma Watson) und ihren Stiefbruder Patrick (Ezra Miller) kennenlernt, wird er aufgeschlossener. Im Laufe des Films haben die drei einige Hürden zu bewältigen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Aber dass auch Emma Watson und Ezra Miller ihre Rollen überzeugend gespielt haben, darf an dieser Stelle noch erwähnt werden. Letzterer gewann 2012 auf dem Hollywood Film Festival den „Spotlight Award“ und durfte sich zudem über eine Auszeichnung als Bester Nebendarsteller der Boston Society of Film Critics freuen. Kollegin Emma Watson tat es ihm gleich und gewann als Beste Nebendarstellerin den Digo Film Critics Choice Award.

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Setzte seinen eigenen Roman „Das also ist mein Leben“ als filmisches Werk um. Regisseur und Drehbuchautor Stephen Chbosky. ©Summit Entertainment

Mitreißender und einfühlsamer Coming-of-Age-Film!

Die Story basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Stephen Chbosky. Dieser zeigte sich hier für Drehbuch und Regie verantwortlich. Er erzählt die Geschichte des jungen Charlie (Logan Lerman), der gerade sein erstes Highschool-Jahr erlebt. Des Weiteren werden kontroverse Themen wie Drogenkonsum oder Selbstmord im Film behandelt. Am Anfang kam der Film in meine Auswahl, weil er auf verschiedenen Filmseiten im Internet eine hohe Bewertung erfuhr. Außerdem wollte ich mal wieder was anderes mit Emma Watson und Logan Lerman sehen. Und dass der Film u.a. das Thema Selbstfindung behandelt, spricht mich nur noch mehr an. Regisseur bzw. Drehbuchautor enttäuschte mich nicht, sondern lieferte eine interessante, mitreißende und auch lustige Geschichte ab. Zu den Produzenten zählt auch u.a. John Malkovich, der uns schon in vielen Filmen als Darsteller begeistern konnte. Dem jungen Regisseur war er mit seinem Produzententeam eine besondere Hilfe: „Ich hätte mir keine besseren Produzenten wünschen können“, sagt Chbosky. „Sie waren jeden Tag am Set und auch jeden Tag in der Postproduktion vor Ort. Sie haben immer offen mit mir geredet, und ihre Anmerkungen und Ratschläge waren unbezahlbar.“, so im VLM Presseheft von Capelight Pictures zu lesen.

The Perks Of Being A Wallflower, so der Originaltitel, ist bereits Kult. Zumindest, was den Roman betrifft. Auf Amerikas Schulhöfen ist er eine Art Heiligtum. Und auch in den Lehrerzimmern wird dem eine ganz besondere Bedeutung beigemessen. In Dtl. war das Buch lange vergriffen und ist 2012 unter dem Titel „Das also ist mein Leben“ neu erschienen. Ich schätze mich glücklich, zumindest die Hörbuchfassung zu besitzen. Gedreht wurde der Film u.a. in Pennsylvania, USA, wo im selben Jahr auch teilweise The Dark Knight Rises und The Avengers entstanden sind.

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Ist er nur Charlies einzige Bezugsperson? Lehrer Mr. Anderson. ©Summit Entertainment

Musik im Film lebt von ihrer Vielfalt

Die Musik bietet Abwechslung und einen Streifzug in die 1980er und 1990er Jahre. Darunter befinden sich ein paar Stücke, die der Masse nicht so bekannt sein dürften. Aber David Bowie mit „Heroes“ und Dexys Midnight Runners mit „Come On Eileen“ waren zu ihrer Zeit Hits und avancieren hier zu echten Ohrwürmern. Die Balladen, u.a. von Galaxie 500 mit „Tugboat“ und The Innocence Mission mit „Evensong“ sowie The Smiths mit „Asleep“ dürften sicher unter die Haut gehen, genauer gesagt in Erinnerung bleiben.

Aber auch der Score von Michael Brook weiß zu gefallen. Allerdings ist bemerkenswert, dass die Gesamtspiellänge des Scores nur ganze 23:45 beträgt. Also nicht einmal die Hälfte des Soundtracks mit den Songs, welches 51:58 lang ist. Die Musik von Brook kann sich trotzdem hören lassen. Sehr einprägsam sind die Stücke „Home Again“ und „Acid“.

Fazit: Ein schöner und tiefsinniger Film, der es versteht, seine Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck, einen Teenie-Film zu sehen. Doch dieses Drama richtet sich auch an die älteren Zuschauer, die vielleicht mal Ähnliches erlebt haben. „Vielleicht lieber morgen“ wartet mit tollen und einfühlsamen Darstellern auf, die es aber verstehen, sich witzig in Szene zu setzen. Lustige Dialoge kommen dabei nicht zu kurz. Eine tiefsinnige Geschichte, glaubhafte Darsteller und ein abwechslungsreicher Soundtrack machen diesen Film zu einem Erlebnis, das mit Sicherheit eine Weile im Gedächtnis bleiben wird. Weiterhin bietet sich ein Vergleich mit dem Buch an, welches ich mit bestem Gewissen empfehlen kann.


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Titelbild: ©Summit Entertainment


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6 Gedanken zu “The Perks of Being a Wallflower [2012]

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