Originaltitel: As Good as It Gets
Produktionsland: 
USA

Darsteller: Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear, Cuba Gooding Jr.
Regie:
 James L. Brooks
Studio: TriStar Pictures

Melvin (Jack Nicholson) ist ein Schnulzen-Autor und Kotzbrocken zugleich. Dabei hat er noch mit seinen Neurosen zu kämpfen. Jeden Tag, wenn die Uhr elfmal schlägt, betritt er sein Stammcafé, um Kellnerin Carol (Helen Hunt) auf die Nerven zu gehen. Jedoch ist sie die Einzige, die ihm Konter gibt. Als ihr Sohn krank wird und nicht zur Arbeit erscheinen kann, gerät Melvins Alltag mächtig aus den Fugen. Nun sieht er sich gezwungen zu handeln…

„Sie drücken sich nicht gerade sehr subtil aus.“, Simon Bishop (Greg Kinnear) zu Melvin, nachdem er lautstark mit Worten attackiert wurde.

Darsteller Greg Kinnear hatte allerdings wirklich Angst, mit Jack Nicholson zu arbeiten. Er nannte ihn einen Schauspieler von „großer Unvorhersehbarkeit“.

Ein Ekel in Perfektion

Demonstriert wird dies gleich zu Beginn des Films, als eine alte Dame im Begriff ist ihr Appartment zu verlassen. Dann bemerkt sie, dass Melvin (J. Nicholson) den großen Flur betritt und schließt die Tür von innen. Offenbar war es eine gute Entscheidung ihm nicht zu begegnen. Denn der Hund, der ihm anschließend über den Weg lief, hatte nicht so viel Glück und musste sich einer Attacke seitens Melvin gegenübersehen. Doch der Choleriker beißt schon mal auf Granit. Als schließlich Frank Sachs (Cuba Gooding Jr.) an seiner Tür klopft, ist es mit den lautstarken Konfrontationen vorbei. Frank hat seine eigenen Methoden, um cholerische Menschen in die Schranken zu weisen. Zeitgleich wird offenbart, dass es auch Grenzen für Melvin gibt.

Dass Melvin sich nicht gerade subtil ausdrückt, mündet später auch in seinem Benehmen, als er in einem Resaurant was essen möchte. So beschwert er sich über Juden, die mit an seinem Tisch sitzen. Und dieses Grinsen in einer späteren Szene erinnert doch stark an seine Rollen in früheren Filmen. Egal ob als diabolischer Joker in Batman (1989) oder als arroganter Colonel in Eine Frage der Ehre (1992), seine Rollen bleiben stets in Erinnerung. Doch in Besser gehts nicht erweitert er sein Schaulspiel um ein Vielfaches und entwickelt sich als Charakterdarsteller weiter. Viel mehr spielt er nun einen Mann der unter einer Zwangsstörung leidet bzw. eine Zwangserkrankung hat. Diese psychische Störung steht bei erkrankten Menschen für einen inneren Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu tun oder zu denken.

Oscartrophäen für beide Hauptdarsteller

Jack Nicholson und Helen Hunt sind ohne Frage Meister ihrer Arbeit. Aber in Besser geht’s nicht stechen ihre Körpersprache sowie das Zusammenspiel besonders heraus. Ganz zu schweigen von den Dialogen im gesamten Film. Dafür gab es für Beide den verdienten Gewinn des Oscars in der Kategorie Beste(r) Hauptdarsteller(in). Nicholson stach dabei Matt Damon, Robert Duvall, Peter Fonda und Dustin Hoffman aus. Hunt schlug in ihrer Kategorie Helena Bonham Carter, Julie Christie, Judi Dench und Kate Winslet.

Fünf weitere Nominierungen gab es für Kategorien: Bester Film, Bester Nebendarsteller (Greg Kinnear), Bestes Originaldrehbuch (Mark Andrus, James L. Brooks), Beste Filmmusik (Hans Zimmer) und Bester Schnitt (Richard Marks). Regisseur James L. Brooks zeigte sich auch für das Drehbuch verantwortlich. Unterstützung hatte er dabei von Markus Andrus. Ein Schachtzug, der sich lohnen sollte. Denn die Story ist mehr als gelungen und erhielt wie schon erwähnt eine Nominierung für den Oscar. Brooks hatte zu dieser Zeit schon mehrere Arbeiten als Regisseur vorzuweisen. Nach Zeit der Zärtlichkeit (1983) arbeitete er nun zum zweiten Mal mit Jack Nicholson zusammen und das dies für Woher weißt du, dass es Liebe ist? (2010) erneut.

Interessante Fakten rund um den Film

Und wie es sich gehört, gibt es natürlich wieder ein wenig Trivia. Der Hund, der im Film vorkommt, ahmt Jack Nicholson nach. Der Vierbeiner trat über die Risse eines Bürgersteigs. Das Filmteam erreichte dies durch stellen vieler kleinerer Hindernisse auf den Rissen, so dass der Hund über sie treten musste. Danach wurden die Hindernisse in der Postproduktion digital entfernt. Wie bereits erwähnt, gewann J. Ncholson den Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. In dem Moment, als dies auf der Bühne bekannt gemacht wurde, stieg er auf das Podium, indem er sich nur über die Risse der Kacheln, also zwischen ihnen, auf die Bühne trat. Dadurch ahmte er seinen Filmcharakter Melvin Udall nach. Die Trophäe widmete er seinem Co-Star J.T. Walsh aus Eine Frage der Ehre (1992), der kurz vor den Academy Awards 1998 verstarb.

Fazit: Besonders Jack Nicholson dürfte vielen Filmfans ein Begriff sein. Da überrascht es nicht, dass er das Ekel so perfekt bzw. glaubhaft rüberbringt. Auch Helen Hunt muss sich mit ihrer Performance nicht verstecken. Die Filmmusik von Hans Zimmer tut ihr übriges und passt nahezu bei jeder Stimmung des Films. Wer Umsetzungen zwischen Komödien und Drama mag, ist hier bestens aufgehoben. Geboten bekommt man eine inszenierte Mischung aus satirischen Gesellschaftsporträt und romantischer Komödie.

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Bildquelle aller Szenenbilder und Packshots: © 1997 TriStar Pictures


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5 Gedanken zu “Besser geht´s nicht [1997]

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