Der Patriot [2000]

 

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© Columbia Pictures

Originaltitel: The Patriot
Darsteller: Mel Gibson, Heath Ledger, Chris Cooper, Jason Isaacs, Logan Lerman uva.
Regie: Roland Emmerich

Produktionsland: USA
Studio: Columbia Pictures

1776 in South Carolina, USA. Englische Soldaten bedrohen während des Unabhängigkeitskrieg die Familie von Benjamin Martin (Mel Gibson). Der eigentlich friedfertige Vater ist jedoch bald bereit an der Front zu kämpfen.

Benjamin Martin ist Vater von sieben Kindern, die bereits ihre Mutter verloren haben. Er war bereits schon an der Front und möchte diese Zeiten endlich vergessen und bestmöglich für seine Familie sorgen. Doch dann wird seine Plantage von den Briten während des Kriegs durchsucht und Gefangene gemacht. Dadurch kommt es zu einem tötlichen Zwischenfall, den Benjamin nicht auf sich sitzen lassen möchte…

Mel Gibson und Heath Ledger mit tragenden Rollen

Der Darstellerkreis aus heutiger Sicht zeigt viele bekannte Namen und die später bekannt wurden. Mel Gibson war schon damals eine feste Größe und haut in „Der Patriot“ eine Performance raus, an die man sich lange erinnern wird. Seine Vielseitigkeit kommt dadurch nur noch mehr zum tragen. Heath Ledger (The Dark Knight), der seinen ältesten Sohn Gabriel spielt, erlangte durch den Film „10 Dinge, die ich an dir hasse“ größere Bekanntheit. Als Filmsohn von Mel Gibson (Lethal Weapon) nahm er nun eine ernstere und tiefgründigere Rolle an, die zeigt was für ein toller Schauspieler er gewesen ist. An dieser Stelle möchte ich auf seine Nebenrolle in „Monster’s Ball“ verweisen. Wer den Cast mal genauer betrachtet, wird die Namen Trevor Morgan und Logan Lerman (The Perks of Being a Wallflower) finden. Ihnen wurden aber eher kleinere Rollen zuteil. T. Morgan werden viele Filmfreunde aus „Jurassic Park  III“ (2001), „The Glass House“ (2001) und „Mean Creek“ (2004) kennen. Logan Lerman ist auch noch heute ein sehr gefragter Schauspieler und drehte zuletzt das Drama „Sidney Hall„. Neben Chris Cooper und Tom Wilkinson (Batman Begins) gesellt sich noch Jason Isaacs (The Chumscrubber), der wohl als Gegenspieler von Mel Gibson zu bezeichnen ist und es schaffen wird, dass ihn jeder Zuschauer hasst, ohne dabei zu viel zu verraten.

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© Columbia Pictures

Oscarnominierungen in drei Kategorien

Diese gab es für die Beste Kamera, Bester Ton und Beste Filmmusik. Für die Kamera zeigte sich Caleb Deschanel verantwortlich. Besonders in den Schlachtszenen weiß er in der Bildgewalt zu überzeugen. Auch die ruhigen Szenen und Nahaufnahmen wurden solide umgesetzt. Auch Landschaftsszenen kommen dabei nicht zu kurz. Deschanel wirkte auch schon 1983 bei „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ an einem Klassenschlager mitarbeitete. Vier Jahre später war er auch bei „Die Passion Christi“ dabei. Damit war es das zweite Mal, dass er Mel Gibson in einem Film begleitete. Zur Musik muss man nicht mehr viel sagen, weil Komponist John Williams der breiten Masse bekannt sein dürfte. U.a. sei dazu mal „Der weiße Hai“ (1975) und „Jurassic Park“ (1993) genannt. Der Ton kommt besonders dann zur Geltung, wenn es auf den Schlachtfeldern zur Sache geht. Tönende Kugelbomben oder durch den Körper gleitende Schwerter sind zwei von mehreren Highlights in Sachen Ton. Kevin O’Connell, Greg P. Russell und Lee Orloff waren für diese Arbeit verantwortlich. O’Connell vertonte u.a. auch Top Gun (1986), Twister (1996) oder Hacksaw Ridge (2016). Beim zuletzt genannten Film gewann er im 21. Versuch den begehrten Oscar. Die zwanzig Mal davor ging er leer aus. Russel war siebzehn Mal nominiert und gewann kein einzigen Oscar. Die letzte Nominierung gab es für James Bond 007 – Skyfall. Orloff war auch mehrmals nominiert und konnte mit Terminator 2: Judgment Day eine Trophäe mit nach Hause nehmen.

Fazit: Historisch gesehen hält sich der Film eher weniger an Fakten. Er weiß jedoch in Sachen Drehbuch und ganz besonders in den Kameraeinstellungen zu überzeugen. Die Musik von John Williams (u.a. Kevin – Allein zu Haus) ist mitreißend, die perfekt in die Szenerie eingepasst wurde. Und die beiden Hauptdarsteller tragen förmlich diesen Blockbuster. Auch Jason Isaacs macht als Bösewicht eine gute Figur. Wenn man mal von den historischen Ungenauigkeiten absieht und die anderen Punkte betrachtet, dann macht man mit diesem Streifen nicht viel falsch. Auch Nicht-Fans dieses Genres werden Gefallen daran finden.

 

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