Special zur Oscarverleihung 2018, Teil 4: Kategorie Bester Schnitt #1

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Wir befinden uns bereits in den Wochen der Oscarverleihung 2018. Zwar findet die Verleihung erst am 4. März 2018 statt, aber die Spekulationen seit der Bekanntgabe der Nominierungen dürften von Tag zu Tag mehr werden.

Zu diesem Anlass nehme ich mir die unterschiedlichsten Kategorien vor, und gehe dabei auf Nominierungen und Auszeichnungen etwas näher ein. Nach dem letzten Artikel über die Kategorie Bester Tonschnitt folgt nun der Beste Schnitt. Und es geht direkt in das Jahr 2006 zurück.


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© Universum/Central

Das Filmschneiden an sich zählt zu den schöpferischen Vorgängen des Filmgeschäfts. Nach dem das Filmmaterial vorliegt, wandert es in der Regel in den Schnittraum.  Bei dieser Vorgehensweise sind die Maßgaben des Regisseurs in den meisten Fällen vorgegeben. Die kreativen Fähigkeiten des Editors können dabei trotzdem zur vollen Entfaltung kommen. Gerade bei dem hier vorgestellten Film L.A. Crash (2005) ist die Schaffung einer dramaturgisch konzipierten und für den Zuschauer vermittelbaren Kontinuität gegeben. Handwerklich gut durchdacht und kreativ angereichert, trug der Filmeditor Hughes Winborne mit seiner Schnitttechnik maßgeblich zur Dramaturgie des Filmes bei. Besonders markant fällt es im Finale auf, als der Höhepunkt ins unermäßliche gesteigert wird, und der Zuschauer von der Dramaturgie so richtig gepackt wird. Die gute Arbeit des Schnitts ist jedoch im ganzen Film spürbar. Weil es sich eben um ein Episodenfilm handelt, kommt die Vorgehensweise des Filmschnitts von H. Winborne sehr eindringlich zum tragen. Egal ob der Schnitt nach langen oder kurzen Szenen erfolgt, die Wirkung geht dabei nicht verloren. Auch ruhige, als auch hektische Bilder wissen im Schnitt zu überzeugen. Sprich, der Rhythmus und die dazu gehörige Struktur bewegen sich im Einklang miteinander

Photo by Jesse Grant - © WireImage.com
Photo by Jesse Grant      ©WireImage.com

Hughes Windorne wurde in den USA geboren und machte bereits 1975 seinen Abschluss an der University of North Carolina in Geschichte. Als er später in New York einen Filmkurs bessuchte, wurde der Filmschnitt zu seiner großen Leidenschaft. Seit dieser Zeit wirkte er mit seiner Schnittarbeit in mehr als 30 Filmen mit. 1988 lieferte er in der TV-Film Dokumentation Plagues seine erste Arbeit ab. 1996 stieg dann die Bekanntheit mit dem Drama Sling Blade – Auf Messers Schneide. Mit Guardians of the Galaxy (2014) war er u.a. im Bereich der Comicverfilmungen aktiv. Mit L.A. Crash ging er bei der  Oscarverleihung 2006 als Sieger für den besten Schnitt hervor.

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