Superman Returns [2006]

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Originaltitel: Superman Returns
Produktionsland: USA

Regie: Bryan Singer

Darsteller:
Brandon Routh, Kevin Spacey, Kate Bosworth, Sam Huntington, James Marsden uva.

FSK: 12
Länge: 154 Min.
Verleiher:  Warner Bros

Premiere in den USA: 21. Juni 2006
Filmstart in Dtl.: 17. August 2006


Dies ist eine Neuauflage des Klassikers mit Christopher Reeve von 1978 – 1987. Die beiden Verfilmungen Superman III – Der stählerne Blitz (1983),  Superman IV – Die Welt am Abgrund (1987) floppten in allen Belangen. Vielleicht war dies der Grund, warum es fast 20 Jahre dauerte, bis Superman erneut in die Kinos kam.

Superman Returns knüpft an Superman II – Allein gegen alle (1980) an. Für mich eine gute Wahl, da ich mit den Verfilmungen von 1983 und 1987 nicht viel anfangen konnte. Auch echte Fans der Reihe wird es sicher so gehen. Aber für das Publikum, dass sich noch nicht mit Superman auseinandergesetzt hat, wird so seine Bedenken über den Film haben. Zudem hat er mit 154 Min. Spielzeit Überlänge. Doch kann er trotz der Überlänge überzeugen?

Nachdem Superman (Brandon Routh) auf die Erde zurückgekehrt war, war sich bewusst, dass sein Heimatplanet Krypton nur noch aus Überresten besteht. Er hat ihn explizit erforscht und erkannt, dass der der einzige Überlebende Kryptons ist. Durch seine fünfjährige Abwesenheit fällt es ihm schwer, den Platz in einer Gesellschaft wiederzufinden, die gelernt hat, ohne Superman zu überleben. Ein Held, der in Vergessenheit geraten ist, besucht seine verwitwete Adoptivmutter Martha Kent (Eva Marie Saint), um die sich inzwischen der gleichaltrige Ben Hubbard (James Karen) kümmert. Sie hat beschlossen ihre Farm zu verkaufen, auf der Ckark groß geworden ist. Und es hat sich noch so viel mehr in Clarks Leben verändert…

Hauptcast eine Fehlbesetzung

Einzig Brandon Routh als Superman konnte dem entgegenwirken. Zwar lieferte er keine perfekte Performance ab, konnte aber viel Sympathie und Herz in seine Rolle bringen. Die Veränderungen nach seiner Rückkehr, die bei ihm innerlich großen Schmerz verursachen, sind in der Darbietung sehr glaubhaft. Auch der Kampf mit seinem Erzfeind hat was zu bieten. Entsprechend wurden einige Szenen mit Orchesterklängen und Chöre unterlegt, die unterstreichen sollten, dass dieser Held ein Gott ist. 

Kate Bosworth, die Lois Lane verkörpert. Ihre Leistungen im Film sind nicht gerade überzeugend und wirken sehr unglaubwürdig. Außerdem ist sie für den Charakter mit 23 Jahren einfach zu jung für die Darstellung der Lois Lane. Margot Kidder war bei der ersten Verfilmung 1978 bereits 30 und Amy Adams in Man of Steel (2003) sogar 40 Jahre alt. Bosworth weist zudem fragwürdige schauspielerische Qualtitäten auf. Und dass sie selbst in ihre Rolle aufgeht, ist auch nicht festzustellen. Daraus kann man schließen, dass sie ihrer Rolle keinen Charme verleiht. Aber diese Figur benötigt eben den gewissen Charme und Kontinuität, um glaubhaft zu sein. Dass sie fehlbesetzt ist liegt auch ein Stück weit am Casting und Drehbuch. Nichts greift mit diesem Charakter so wirklich ineinander.

Story besitzt wenig Einfallsreichtum

Während Superman in seiner Identität als Clark versucht, die emotionale Distanz zwischen Lois und sich zu verringern und dau seine Pflichten als Superheld nachzukommen, tritt seiner größter Erzfeind auf den Plan. Der ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und möchte Superman mit gestohlenem Kryptonit erneut vernichten und sich die Welt untertan machen, indem er im Atlantik eine Insel entstehen lassen möchte. Dies ist zwar visuell ansprechend umgesetzt, bietet aber nicht wirklich was neues. Viel mehr wärmt man damit die Storys aus den Filmen der 1980er auf. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass der Film viel mehr wie die alten Filme sein möchte und es verpasst was Eigenständiges zu sein. Die Story ist insgesamt sehr dürftig und wird mit vielen actionreichen Szenen angereichert. In der Regel ist dies sehr passend, wenn Superman in den Kampf tritt. Doch an einigen Stellen wirkt es sehr überladen. 

Visuell ansprechend umgesetzt

In der Hinsicht muss sich der Film keinen Vorwurf machen. Effekte wurden im großen Rahmen überzeugend auf die Leinwand gebracht. Eine Materialschlacht, die ihresgleichen sucht und mit der Kamera im Einklang ist. Für eben solche war Newton Thomas Sigel verantwortlich, der schon großartige Szenen für X-Men (2000), X-Men 2 (2003) oder The Brothers Grimm (2005) entstehen ließ.

Das Theme und die Vorspannsequenz ist mit den alten Filmen nahezu identisch. Dabei muss man anmerken, dass zu Anfang des Films Szenen mit Supermans echten Vater Jor-El (Marlon Brando) als Archivmaterial eingefügt worden sind. Dieser sollte damals im zweiten Teil einen wichtigen Part einnehmen. Dies klappte aus vielerlei Gründen nicht. U.a. überwarf sich das Studio mit Regisseur Richard Donner.

Fazit: Der Film ist mit vielen Schwächen behaftet, was sich auch in der Story niederschlägt. Einige Rollen sind zudem fehlbesetzt. Jedoch können die Nebendarsteller Kevin Spacey und Eva Marie Saint punkten, aber das dürftige Drehbuch nicht retten. Die kameratechnische und visuelle Umsetzung hingegen ist akribisch, pompös und überzeugend in Szene gesetzt, die mit großartiger Action aufwartet. Nachhaltig im Gedächtnis bleibt dieses Superhelden-Epos trotzdem nicht. Da haben Filme wie Batman Begins (2005) oder Man of Steel (2013) mehr aus ihrem Potenzial gemacht bzw. eben solchen völlig ausgeschöpft.

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