manofsteel
© Warner Bros.

1. Film des DC Extended Universe
| Zum 2. DCEU-Film


Originaltitel: Man Of Steel
Produktionsland:
USA

Darsteller:
Henry Cavill: Clark Kent/Superman, Amy Adams: Lois Lane, Kevin Costner: Jonathan Kent, Michael Shannon: General Zod u.v.a.
Drehbuch: David S. Goyer & Christopher Nolan
Buchvorlage: Jerry Siegel & Joe Shuster
Regie: Zack Snyder

Genre: Action, Abenteuer, Sci-Fi
FSK: 12
Länge: 143 Min.

Produktionsstudio: Warner Bros.

Filmstart USA: 10. Juni 2013 (Premiere)
Filmstart Dtl.: 20. Juni 2013


„Für mich als Filmemacher und als Leser der Comics war er für mich immer dieser goldene Gott oben auf einem Hügel. Man kann nicht näher an ihn heran. Als mich Chris anrief und fragte, ob ich über Superman sprechen wolle, dachte ich: ”Er und David konnten in ihrer Geschichte einen identifizierbaren Superman zeigen.”. Man könnte sagen, wäre ich Superman, hätte ich das auch so getan.

Regisseur Zack Snyder über die Comicfigur Superman

Man of Steel ist was eigenständiges und völlig neues

Vor „Man Of Steel“ gab es bereits fünf Spielfilme über bzw. mit Superman. Über den letzten Film Superman Returns (2006) hatte ich bereits eine Kritik erfasst, der das Problem hatte, dass er so sein wollte wie Superman aus dem Jahr 1978 mit Christopher Reeve. Dabei offenbarten sich Schwächen bei der Story. Aber dieser hier präsentiert sich völlig eigenständig. Auch der Plot weiß dieses mal zu gefallen. Schließlich arbeiteten Christopher Nolan und David S. Goyer am Drehbuch. Nolan fungierte darüber hinaus als Produzent. Zack Snyder setzte den Film als Regisseur um. Die Handschrift von Beiden ist gut zu erkennen. Nolans Realismus bzw. Ernsthaftigkeit und Snyders Überstilisierung. Aber beides harmoniert durchaus in einem guten Einklang.

Actionreicher Beginn

Kümmert sich intensiv um seinen Adoptivsohn: Jonathan Kent (Kevin Costner). © Warner Bros.

Der Planet Krypton steht vor seinem Untergang. Grund genug für Jor-El, gespielt von Russell Crowe seinen Sohn Kal-El zu retten, in dem er ihn zur Erde schickt. Besonders die Anfangsminuten sind von reichlich Action geprägt und man bekommt ein expliziten Eindruck von der kryptonischen Kultur. Beeindruckende Bilder bekommt der Zuschauer zu sehen. Dabei wird im ganzen Film aber nicht vergessen, dass es viel von dem stählernden Helden zu erzählen gibt.

„All die Veränderungen, die du durchmachst, wirst du eines Tages als Segen betrachten, und wenn dieser Tag kommt, musst du die Entscheidung treffen. Die Entscheidung, ob du dich den Menschen voller Stolz offenbarst oder nicht.“

Jonathan Kent zu seinem jugendlichen Ziehsohn Clark

Aufwachsen wird er in Kansas bei Martha und Jonathan Kent. Letzterer wird von Kevin Costner gespielt und bietet dem Publikum eine mitreißende und glaubhafte Darbietung der Figur. Mit der Zeit sieht man natürlich auch Henry Cavill als Superman in Aktion. Neben den Action-Szenen zeigt er auch eine tiefgründige und emotionale Darstellung als Clark Kent bzw. Superman. Eine menschliche Darbietung des Helden gelingt Cavill sehr gut. Er macht dabei deutlich, dass ein Held mit übermenschlichen Kräften auch so seine Probleme hat und seine Konflikte in irgendeiner Weise lösen muss.

2006 habe ich mich noch über die Fehlbesetzung der Lois Lane in Person von Kate Bosworth aufgeregt. Mehr als nervig und schlecht war diese Interpretation seitens Bosworth. Aber Amy Adams beweist hier das völlige Gegenteil und passt auch super in die Rolle. Aber auch die Seite des Bösen kommt nicht zu kurz. General Zod, gespielt von Michael Shannon ist der Gegenspieler von „Man of Steel“ und will den Helden natürlich vernichten. Zods Zerstörungswut und Hass auf Superman kommen glaubhaft rüber. Aber es kracht natürlich nicht über die ganze Zeit. So ein Film braucht auch seine Ruhephasen und bekommt diese auch. Genannt seien da mal nur die Szenen mit Jor-El, als Krypton explodiert oder Jonathan Kent, als er mit seinem Adoptivsohn Clark Vatergespräche führt.

Eine (fast) perfekte Umsetzung der Musik

Entsteht hier eine wahre Liebe? © Warner Bros.

Der Erzählrhythmus des Films mag vielleicht nicht allen gefallen, da er eventuell für etwas holprig wargenommen wird. Aber meine Wenigkeit hatte damit keine Probleme. Vielleicht fällt es nicht weiter ins Gewicht, weil man sich von der guten und überzeugenden Umsetzung der visuellen Effekte begeistern lässt. Nicht selten kam es in diversen Filmen vor, dass die visuellen Effekte so dermaßen schlecht waren, dass man sich am Ende geärgert hat diesen oder jenen Film gesehen zu haben. Dies trifft hier aber zum Glück nicht zu. Dazu sind auch die Spezialeffekte den ganzen Film über brachial und furchteinflößend umgesetzt. Dies verleiht dem Blockbuster einen düsteren Unterton, was ihn noch mitreißender macht. Einen großen Anteil daran hat auch Hans Zimmer, der für eine bombastische Atmosphäre bei der Filmmusik sorgt. Zimmer hatte u.a. die Musik für die Dark Knight Trilogie umgesetzt. Man bemerkt eindeutig seine Handschrift und man hat sogar mitunter das Gefühl, dass vielleicht Batman jeden Moment auftauchen könnte. Aber dafür ist es in diesem Film noch etwas zu früh. Alles zu seiner Zeit. 😉 Allerdings steht in der Absatzüberschrift nicht umsonst das Wort „(fast)“ drin. Explizit geht es dabei um die Soundmischung. Eric, der auf diesem Blog bereits tatkräftig aktiv war, hat dazu folgende Meinung:

„Der bombastische Soundtrack wird verhunzt durch schlechte Soundabmischung.“

Und nach einer erneuten Sichtung meinerseits muss ich diese Aussage bestätigen. Hans Zimmer, der bei den Filmscores immer bravourös abliefert, wird dem leider nicht ganz gerecht, weil die explizite Feinabstimmung mit dem Sound bzw. Musik ausgeblieben ist. Doch nimmt man sich das Soundtrackalbum zum Film zur Hand, dann spürt man wieder die komplette Schaffenskraft eines Hans Zimmers. Mein spezieller Anspieltipp aus dem Album: What Are You Going to Do When You Are Not Saving the World?

Aber der Film hat auch Trivia zu bieten, die durchaus interessant ist. So spielt Aaron Smolinski, der in Superman (1978) Baby Clark Kent darstellte, nun einen Schauspieler, der einen Kommunikationsoffizier mimt. Aber es gibt noch einen weiteren Bezug zum Film von 1978. In einer Szene rettet Clark einen Bus voller Schulkinder, der zuvor von einer Brücke abgestürzt war. Eine sehr ähnliche Szene gab es auch 1978, als der Bus fast von der Golden Gate Bridge gefallen ist. Oscar-Preisträger Guillermo Del Toro sieht Man of Steel als einen seiner Lieblings-Superheldenfilme an.

Ein fast perfekter Blockbuster

Ich gebe dem Film die Note 2, weil er mich im großen und ganzen überzeugt hat. Mit ,,Man Of Steel“ kehrte der stählender Held auf die Kinoleinwand zurück. Und das wuchtiger als je zuvor. Ohne dabei zu vergessen die Geschichte des Protagonisten Superman zu erzählen. Eindrucksvoll wird er als ein Held gezeigt, der auch verletzlich ist, was besonders sein Seelenleben betrifft. Wie schon angedeutet kracht es in ,,Man of Steel“ gewaltig. Ein episches Feuerwerk, was seinesgleichen sucht. Allerdings wird gegen Ende des Films zu viel zerstört, was mein einziger Kritikpunkt ist. Aber dennoch ist der Schluss grandios und man darf sich zurecht auf den Nachfolger Batman v. Superman: Dawn of Justice freuen. Comicfreunde und Fans von Superman wird der Film mit Sicherheit gefallen. Aber auch Fans von Actionstreifen mit ausgereiften Spezialeffekten werden hier ihre wahre Freude haben.


.
.


Streamen auf Netflix


Titelbild: Die Bildrechte des Titelfotos liegen bei © Warner Bros.


Lesenswerte Kritiken anderer Blogger:

Man of Steel (derstigler.com)


Vielen Dank, dass ihr meinen Artikel gelesen habt. Lasst doch gerne ein Like da, wenn es euch gefallen hat. Ihr habt einen Gedanken zum Text oder Film? Dann postet es mir gerne unten in die Kommentare. Ansonsten ließt man sich im nächsten Artikel. Bis bald…

11 Gedanken zu “Man of Steel [2013]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s