4. Film des DC Extended Universe
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Originaltitel: Wonder Woman
Produktionsland: USA

Darsteller:
Gal Gadot: Diana Prince, Chris Pine: Steve Trevor, Connie Nielsen: Königin Hippolyta, Danny Huston: General Erich Ludendorff, Lucy Davis: Etta Candy u.v.a.
Produzenten:
Charles Roven, Deborah Snyde, Zack Snyder, Richard Suckle
Regie: Patty Jenkins

Genre: Action, Fantasy
FSK: 12
Länge: 141 Min.

Produktionsfirma: Warner Bros.
Verleiher: Warner Bros. Home Entertainment

Premiere in den USA:
25. Mai 2017
Filmstart (Dtl.): 15. Juni 2017



,,Ich wollte immer die Welt retten. Diesen schönen Ort. Doch damals wusste ich so wenig. Es ist ein Land voller Magie und Wunder. Wert, in jeder Hinsicht geschätzt zu werden. Doch je näher man kommt, desto deutlicher erkennt man die große Finsternis, die darin schwelt. Und die Menschheit? Die Menschheit, das ist eine ganz andere Geschichte. Was jemand tut, wenn er mit der wahrheit konfrontiert wird, ist schwieriger als man denkt. Ich habe es am eigenen Leib erfahren. Vor langer, langer Zeit. Und jetzt werde ich nie wieder dieselbe sein.”

Worte von Diana Prince zu Beginn des Films
Ein Foto, welches Diana Prince an alte Zeiten erinnert. ©Warner Bros.

Ursprung von Wonder Woman beleuchtet

Zu Beginn sieht man Wonder Woman in ihrer Zivilidentität als Diane Prince. Man erfährt, dass sie als Kuratorin im Louvre-Museum in Paris arbeitet. Sie empfängt eine Nachricht von Bruce Wayne, die mit einer Fotografie versehen ist. Auf dem Foto ist Diana an der Seite von Soldaten im 1. Weltkrieg zu sehen. Sie ist sehr bewegt von dem Präsent und von nun an spielt die Geschichte in der Vergangenheit.

Der Legende nach wurde Prinzessin Diana von Hippolyta aus Ton geformt und von Zeus zum Leben erweckt. In ihrer Kindheit wird sie von Antiope zur Kämpferin ausgebildet. Schon als kleines Mädchen zeigt sie sich unerschrocken und kampfbereit. Aber auch der kindliche Leichtsinn spielt mit. Es gibt bereits einige Lehrer, die sie aufgegeben haben. Sie muss lernen, dass kämpfen nicht gleichbedeutend damit ist, eine Heldin zu sein. Aber bereits hier wird für Tiefgang gesorgt, als sie von der Mythologie der Amazonen und Menschen erfährt. Aber auch wer Zeus war und was er tat, wird kurz und prägnant ins Bild gerückt. Es ist die ruhige Erzählweise, die den Film nicht nur an dieser Stelle so stark macht. Man beachte besonders die Nahaufnahmen der Heldin, die im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen werden.

1. Weltkrieg als Schausplatz der Geschichte

Diana Prince a.k.a. Wonder Woman (Gal Gadot) auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs. ©Warner Bros.

Den 2. Weltkrieg als Handlungsort haben wir in der Vergangenheit mindestens eine Spur zu oft gesehen. Deshalb ist es folgerichtig, dass die Titelheldin sich in der Schlacht zu Beginn des 20. Jahrhunderts befindet. U.a. war Captain America: The First Avenger (2011) ein zentraler Handlungsort im 2. Weltkrieg. Doch bei Wonder Woman befindet man sich nicht sofort in den Schlachten, sondern eigentlich im Paradis. Gemeint ist die Insel Themyscira im Mittelmeer. Bewohnt wird die Insel von den Amazonen, die man schon bald als Kriegervolk kennenlernt und die unter der Herrschaft von Königin Hippolyta und ihrer Schwester Antiope stehen. Gemeinsam haben sie einen großen Feind namens Ares. Vor ihm schützen sie das Schwert “Gotttöter”, welches auf keinen Fall in seine Hände geraten darf. Der Spion Steve Trevor (Chris Pine) ist ein Spion, der von den Deutschen abgeschossen wird und darauhin in der Nähe der Insel mit seinem Flieger abstürzt. Doch die Deutschen verschwinden nicht und greifen an. Aber die Amazonen können sie besiegen. Allerdings gibt es auch ein Opfer, welches besonders Diana zu schaffen macht.

Sie ist es, die nun im Krieg kämpfen möchte, um endlich den Frieden wiederherzustellen. Dabei will sie auch die Betrohung Ares finden. Schon bald macht sie sich mit auf den Weg nach London, um noch mehr Verluste im Krieg zu verhindern. Auf der Reise entsteht eine gewisse Chemie zwischen den beiden Akteuren, was gleichzeitig eine positive Offenbarung für die Zuschauer ist. Zwar kommen sie sich näher, aber haben auch Meinungsverschiedenheiten, was das sofortige Beenden des Krieges betrifft.

Die Frau als starke Persönlichkeit im Vordergrund

Steve (Chris Pine) bestaunt zwei selbstbewusste Frauen: Diana Prince (Gal Gadot) mit Schwert und Lucy Davis als Etta Candy . ©Warner Bros.

Ziemlich rasch stellt sich Diana als starke Persönlichkeit heraus, die niemals aufgeben wird. Dies spiegelt sich insbesondere im Bezug auf ihr Ergeiz wider, als sie verbal äußert, dass sie mit dem herauszögern des Krieges nicht einverstanden ist. Stattdessen möchte sie selbst an der Front kämpfen. Den menschlichen Verlust, den sie erleiden musste und den großen Feind, den sie endlich finden möchte, treibt sie vehement an, was gleichzeitig die Handlung vorantreibt. Doch es ist nicht alles so offensichtlich, wie es zunächst scheint. Die Kniffe, die Regisseurin Patty Jenkins gesetzt hat, halten den Film bis zum Ende spannend. Die Frau als selbstbewusste Persönlichkeit spielt sich hier in den Vordergrund und tut sich auch in den Nebenrollen hervor. So geschehen bei Lucy Davis, die Steve Trevors Sekretärin Etta spielt. Auch sie hat eine starke und selbstbewusste Ausstrahlung und ergänzt es mit der entscheidenen Briese Humor. Aber auch Gal Gadot trägt dazu bei, als sie nicht weiß was eine Sekretärin ist oder was eben solche tut. Auch als sie Pärchen sieht, die sich die Hände halten, ist sie sehr verwundert. Steve Trevor spielt dies gekonnt und witzig herunter, indem er ihr zu verstehen gibt, dass dies Menschen nun mal tun, die zusammen gehören.

Es soll Kritiker geben, die diesen Film als etwas Feninistisches ansehen. Aber so weit würde ich persönlich nicht gehen, weil ich der Meinung bin, dass das Gesamtwerk noch so viel mehr aussagt. Z.b. wird Heldentum mit seinen Stärken und Schwächen vermittelt und zeigt die daraus folgenden Konsequenzen für die handelnde Persönlichkeit.

Fazit: Zwar mag Wonder Woman kein Meisterwerk sein, ist aber definitiv eine Comicverfilmung, die sich von den anderen DCEU-Filmen, die seit dem Jahr 2013 erschienen sind, schon etwas unterscheidet. U.a. ist der düstere Unterton gewichen und zeigt stattdessen einige helle und schöne Schausplätze. Das Mittelmeer und die Insel der Amazonen ist ein besonderes Merkmal dafür. Später liegt der Fokus auf einen mechanisierten Krieg, der die Geschichte nur noch mehr vorantreibt. Die Frage der Ehre und Gerechtigkeit wird mit zunehmender Dauer ein Thema. Auch die Grausamkeiten des Krieges bleiben nicht verborgen. Darüber hinaus schafft es die Regisseurin den Tief- und Leichtsinn der Hauptprotagonistin mit realistischer Action und der entsprechenden Briese Humor zu ergänzen. Abgerundet wird dies mit ehrlicher Ausstrahlung und Charme.


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Streamen auf Netflix


Bildquelle Titelbild: ©Warner Bros


Vielen Dank, dass ihr meinen Artikel gelesen habt. Lasst doch gerne ein Like da, wenn es euch gefallen hat. Ihr habt einen Gedanken zum Text oder Film? Dann postet es mir gerne unten in die Kommentare. Ansonsten ließt man sich im nächsten Artikel. Bis bald…

4 Gedanken zu “Wonder Woman [2017] – Eine starke Heldin im verdienten Vordergrund

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