Wir kaufen einen Zoo [2011]

we about zoo
©20th Century Fox


Originaltitel:
We Bought a Zoo
Produktionsland:
USA

Darsteller:
Matt Damon, Colin Ford, Scarlett Johansson, Patrick Fugit, Elle Fanning uva.
Regie: 
Cameron Crowe


Länge:
 124
FSK: 0
Verleiher: 20th Century Fox

US-Premiere: 26. November 2011
Deutscher Kinostart: 3. Mai 2012

Trailer


Dieser Film basiert auf der Geschichte des Dartmoor Zoological Park in Devon, England. Der alleinerziehende Vater und Journalist Benjamin Mee (Matt Damon) lebt mit seinem 14-jährigen Sohn Dylan (Colin Ford) und seiner 7-jährigen Tochter Rosie (Maggie Elizabeth Jones) in der Stadt. Seine Frau und gleichzeitig die Mutter der beiden Kinder ist erst vor kurzem verstorben. Die Trauer der dreiköpfigen Familie ist damit noch sehr groß. Indes wird Dylan nach mehrfachen Vergehen von der Schule verwiesen. Grund genug für Benajmin einen Neuanfang zu starten und in eine neue Gegend zu ziehen…

Schnell findet sich auch ein Haus mit großen Grundstück, was abseits vom städtischen Umfeld liegt, zu besichtigen. Was er zunächst nicht ahnt, dass es sich um einen privaten Zoo handelt, was mehr und mehr mit knappen Mitteln einer Stiftung finanziert wird. Zur Verwunderung aller entscheidet er sich für den Kauf des Anwesens und versucht die Anlage in Schuss zu halten, um später wieder für das Publikum öffnen zu können. Die kleine Rosie ist von Beginn an begeistert. Aber Dylan, der u.a. seine Freunde aus der Stadt aufgeben musste, ist wenig darüber begeistert. Benjamin hat nicht nur gemeinsam mit der Chef-Tierpflegerin Kelly Foster (Scarlett Johansson) genug zu tun, um die Auflagen der Staatsmacht zu erfüllen. Auch Sohn Dylan bedarf es Aufmerksamkeit zu schenken…

Den Film kann man quasi als Feel-Good-Tragikomödie bezeichnen. Und wurde vom Regisseur Cameron Crow umgesetzt, der im Jahr 2000 auch “Almost Famous – Fast berühmt“ realisiert hatte. Der Film schaffte es damals vier Oscar-Nomierungen einzuheimsen und holte sich den Goldjungen für das beste Drehbuch. Patryck Fugit war im besagten Film Hauptdarsteller und hat in “Wir kaufen einen Zoo“ eine Nebenrolle. Dem Streifen diente die autobiografische Vorlage des Journalisten & Zoobesitzer Benjamin Mee als Drehbuch. Crow fungierte hier auch als Co-Autor und nimmt sich viele Freiheiten für die Umsetzung heraus. Besonders zum Ende hin wird es genau deswegen recht rührselig. Aber Damon und Ford setzen dies unter dem Vater-Sohn-Konflikt in einem längeren Zwei-Mann-Dialog perfekt um, so dass auch die Zuschauer begeistert sein werden. Damon war ja schon zu dieser Zeit ein angesehener und überzeugender Darsteller gewesen und verleiht seiner gesamten Darbietung einen glaubwürdigen Sympathieträger. Der Film erhält gerade deswegen eine gewisse Wärme.

Aber Jung-Darsteller Colin Ford holte einiges aus der Rolle heraus und zieht das Publikum ordentlich mit. Auch Scarlett Johansson kam ein überzeugender Part zu. Sie sieht nicht nur umheimlich gut aus, sondern bringt die Zuschauer mit ihrer eigenen Art und Weise auf ihre Seite. Ich könnte jetzt noch mehr Rollen genauer beleuchten. Aber der Zuschauer soll sich wie immer selbst darüber ein Bild machen, wann und wie die Charaktere jeweils überzeugen, harmonisieren oder vielleicht sogar das komplette Gegenteil davon zeigen. Aber was stark vom Buch abwich, ist die Tatsache dass Benjamins Frau erst nach dem Einzug in den Zoo verstorben ist. So war es also ein gemeinsamer Traum, der hier arg verfälscht wird. Aber trotz allem hat der Film eine sehr geschmackvolle Bildgestaltung und einen gelungenen Soundtrack, den Crowe perfekt umzusetzen vermochte. Für den Soundtrack zeigte sich Jón Þór „Jónsi“ Birgisson verantwortlich. Die Liste der Tracks ist lang. Aber hier mal eine kleine Auswahl davon, was man so in der Tragikomödie zu hören bekommt.

Don’t Be Shy – Cat Stevens
Buckets of Rain – Bob Dylan
Cinnamon Girl (Live) – Neil Young
Work To Do – The Isley Brothers
I Think It’s Going To Rain Today – Randy Newman

Fazit: Der Film kommt insgesamt etwas durchwachsen daher, was daran liegt, dass hier zu sehr auf künstlerische Freiheit gesetzt wurde. Aber dafür glänzen die Darsteller in ihren Rollen und lassen das Publikum gerade in emotionalen Szenen erstaunen. Sie bringen u.a. auch den Schwung rein, dem Regisseur Crowe etwas abhanden gekommen zu sein scheint. Aber dennoch gelang es ihm einen warmherzigen Familienfilm zu schaffen, der seine Zuschauer zu begeistern vermag. Die visuelle Umsetzung bzw. Soundtrack weiß zu begeistern. Heraus kam ein insgesamt netter und kinderfreundlicher Familienfilm, der auf jeden Fall eine Sichtung wert ist.


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Wir kaufen einen Zoo – OT: We Bought a Zoo

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