Die Oscarverleihung 2018 ist längst in den Filmgeschichtsbüchern festgehalten und die Verleihung 2019 liegt bereits hinter uns.

Nun nehme ich mir wieder die unterschiedlichsten Kategorien vor und gehe dabei auf Nominierungen und Auszeichnungen etwas näher ein. Nach dem letzten Artikel über die Besten Drehbücher(orignal/adaptiert) geht es nun um die Nebendarsteller (m/w). Thematisch geht es dabei in die Oscarjahre 2009 und 1991. Beide Kategorien kommen seit 1937 zum Einsatz.


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© Warner Home Video

Der Joker war schon immer eine Comicfigur, die unter den Fans sehr beliebt war. Doch ihn zu spielen, ist keine einfache Aufgabe. So gab H. Ledger mal folgendes in einem Interview preis:

„Den Joker zu spielen, war wie rohes Fleisch zu essen“

Bis heute ist seine Darstellung als anarchistischer Clown in The Dark Knight (2008) nicht nur Kultstatus, sondern auch bis heute unerreicht. Und in gewisser Hinsicht erreichte er damit Unsterblichkeit. Schon eines seiner ersten Dialoge im Film sprach bereits Bände und zeigte nicht nur einen gefährlichen Joker, sondern auch eine Person die immer bestrebt war das Gleichgewicht herzustellen. Die Darbietung war dabei so gut, dass man sogar die These stellen kann, ob der Joker nicht vielleicht als Protagonist gelten kann.

„Why so serious?“

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© allaccess

Heath Andrew Ledger wurde am  4. April 1979 in Perth, Western Australia geboren. Als er 17 Jahre alt war, verließ er die Schule. Als er sich gegen eine Schauspielschule entscheiden hatte, bekam er 1992 einen Auftritt in der australischen Serie Der Traum vom Clown (Clowning Around) zugesprochen. Nach weiteren Fernsehauftritten in anderen Serien zog es ihn Mitte der 1990er Jahre nach Hollywood, um Filmschauspieler zu werden. Nach den Filmen Blackrock (1997) und P.C. – Ein Genie auf vier Pfoten (Paws) (1997) feierte er mit der Komdie 10 Dinge, die ich an Dir hasse (10 Things I Hate About You) (1999) große Erfolge. Noch größere Bekanntheit erlangte er mit Der Patriot (The Patriot) (2000) und Monster’s Ball (2001). Auch mit dem Drama Brokeback Mountain (2005) (Oscar als Bester Hauptdarsteller) und der Biografie I’m Not There (2007) überzeugte er einmal mehr in tiefgründigen Rollen. Als Joker in The Dark Knight (2008) erreichte er Kultstatus. Die Premiere des Films erlebte Ledger nicht mehr, da er am 22. Januar 2008 verstarb. 2009 wurde er für die Darstellung als Joker postum mit dem Oscar für den Besten Nebendarsteller ausgezeichnet. Das Kabinett des Doktor Parnassus (The Imaginarium of Doctor Parnassus) (2009) war dann der letzte Film, in dem er mitgespielt hatte.

Die nominierten männl. Nebendarsteller bei der 81. Verleihung

Bester Nebendarsteller
Heath Ledger (postum) – The Dark Knight
(Entgegengenommen von Ledger’s Familie)
Josh Brolin – Milk
Robert Downey Jr. – Tropic Thunder
Philip Seymour Hoffman – Glaubensfrage (Doubt)
Michael Shannon – Zeiten des Aufruhrs (Revolutionary Road)


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© United International Pictures GmbH

Im Fantasyfilm Ghost (1990) geht es darum, dass Sam Wheat (Patrick Swayze) und Molly Jensen (Demi Moore) ein glückliches Paar sind, die sich gerade ihr eigenes Appartment eingerichtet haben. Doch plötzlich fällt Sam einem Überfall zum Opfer und stirbt. Doch als Geist bleibt er noch auf der Erde, um noch etwas zu erledigen. Später trifft er zufällig auf die Wahrsagerin Oda Mae Brown (Whoopi Goldberg), die ihm helfen soll, Molly etwas wichtiges mitzuteilen. W. Goldberg tritt dabei erst in der 40. Minute in Erscheinung. Da sie sich mit einem Geist unterhält und die Leute denken, sie würde sich mit sich selbst unterhalten, bekommt gerade deswegen diesen witzigen Touch. Sie spielt ihre komödiantische Ader richtig aus und hat einige Lacher auf ihrer Seite. Allein der Dialogwitz und Körpersprache sprechen für sich. Später wird es auch dramatischer, was sie super mit ihrer Rolle verknüpft.

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© allaccess

Whoopi Goldberg wurde am 13. Nov. 1955 in New York City als Caryn Elaine Johnson geboren. Sie ist als Schauspielerin, Sängerin und Komödiantin tätig. 1992 erreichte sie mit der Filmkomödie Sister Act – Eine himmlische Karriere großen Erfolg. 1993 erschien mit Sister Act 2 – In göttlicher Mission eine Fortsetzung. 2002 erhielt sie mit dem Theater- und Musicalpreis Tony Award eine Auszeichnung für das Musical Thoroughly Modern Millie. Außerdem wird Sister Act seit 2006 als Musical aufgeführt. Dort war sie als Co-Produzentin tätig. Ihre erfolgreichste Zeit als Filmschauspielerin hatte sie in den 1990er Jahren. U.a. war sie in Made in America (1993), Star Trek: Treffen der Generationen (Star Trek Generations) (1994) oder Kaffee, Milch und Zucker (Boys On The Side) (1995) zu sehen.

Die nominierten weibl. Nebendarsteller bei der 63. Verleihung

Beste Nebendarstellerin
Whoopi Goldberg – Ghost – Nachricht von Sam (Ghost)
Annette Bening – Grifters (The Grifters)
Lorraine Bracco – Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas)
Diane Ladd – Wild at Heart
Mary McDonnell – Der mit dem Wolf tanzt (Dances with Wolves)

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