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Batman, ein Held der Nacht, kämpft in Gotham City gegen das Unrecht und regt bis heute die Fantasien seiner Leser an. Geschaffen von Bob Kane, begeistert der dunkle Ritter von DC Comics bis heute und kann auf eine lange sowie erfolgreiche Zeit zurückblicken. Eine langjährige Verankerung in der Popkultur sowie dessen Zeitgeist lassen dem Titelhelden viel Interpretations- als auch Gestaltungsspielraum. Im zweiten Teil des Specials wurde die Neuausrichtung in den 1960er und 1970er Jahren beleuchtet. Aber auch in den darauffolgenden Jahrzehnten ging es rund, und auch die TV-Zuschauer bekamen bald noch mehr von »Batman« zu sehen.


„Batman wird es lange nach uns geben. Ich mache mir um Batman keine Sorgen.“

Joel Schummacher über Batman in der Dokumentaion „Shadows of the Bat: The Cinematic Saga of the Dark Knight – Batman Unbound“ (2005).

Die letzten Jahre des Bronze-Age-Zeitalter


Dieses Zeitalter der Comics hatte im Jahr 1970 begonnen und endete im Jahr 1985. Doch es gab eine Reihe namens The Brave and the Bold, welche erstmalig 1955 erschienen war und damit in drei Zeitaltern (Golden Age: 1955/1956, Silver Age: 1956–1970 und Bronze Age: 1970–1985) vorgekommen ist. Die Reihe dauerte bis 1983 an und brachte besonders in den 1970er Jahren viele Freunde, aber sicher auch Antagonisten von Batman in den Geschichten hervor. Wonder Woman, The Flash, Green Arrow oder Man-Bat waren stetige Begleiter des dunklen Ritters. Dabei wurden häufig Geschichten über verschiedene Helden auch ohne Batman erzählt. Dennoch zeigte er über die Jahre eine hohe Präsenz und erschien auch doppelt in einer Ausgabe. Dies geschah in der zweihundertsten und letzten Ausgabe im Jahr 1983, was den Lesern dazu eine Geschichte in zwei Parallelwelten bescherte. Sie trägt den simplen Titel Batman and Batman. Zum einen erfährt man etwas über Nicholas Lucien, der auf den Namen Brimstone (Schwefel) hört und gegen Batman und Robin im Stil des Golden/Silver Age gegenübertritt, um gegen die beiden Helden zu kämpfen. Außerdem kündigt er seine Verbrechen bei der Polizei an und ist so naiv, noch Hinweise zu hinterlassen. In der Parallelwelt geht es um Rache, wo Lucien bereits ein alter Mann ist und im Gefängnis aus dem Koma erwacht. Dabei teilt ihm der Joker mit, dass Batman tot sei. Anschließend stellt er Kontakt zu einem Ich im anderen Paralleluniversum her und möchte sich auch an Unbeteiligten rächen. Mit Batman: The Brave and the Bold wurde eine 65-teilige Zeichentrickserie in den Jahren 2008 bis 2011 mit insgesamt drei Staffeln umgesetzt.

Drei sehr ergiebige Geschichten in den Jahren 1986, 1987 und 1988. © DC Comics Inc.

In den 1980er Jahren machte Batman samt seinem Umfeld größere Veränderungen durch. Jason Todd, der sein erstes Erscheinen in Batman #401 (November 1986) hatte, fand als Robin sein Dasein und starb später durch einen Leserentscheid in A Death in the Family (1988). In den Filmen bekamen Figuren wie Jim Gordon oder Catwoman erst später eine ernsthaftere und menschliche Tiefenzeichnung. In den Comics erfuhren sie dies bereits in den 1980er Jahren. Die Werke wurden mit der Zeit viel realer und waren mit Einflüssen und dem Zeitgeist der realen Welt versehen. Die Ära des Präsidenten Ronald Reagan spielte eine maßgebliche Rolle. Kriminalität, Korruption und Ungleichheit mussten schon damals bekämpft werden. Und dies spiegelte sich auch in den Comics wider. Visuell nahmen die Zeichner Veränderungen vor. So wurde viel mit Kontrasten und Schatten gespielt. Alles wirkte düsterer und experimenteller, was auch das Werk von Frank Miller namens The Dark Knight Returns (1986) betraf, welches im Jahr 2012 als animierter Zweiteiler verfilmt worden ist und als sehr gelungen gilt. Als Zeichner war Klaus Janson aktiv, und die Reihe erschien in vier Ausgaben als Miniserie. Hier sah man einen Batman, der bereits über 50 Jahre alt gewesen war und noch sehr viel brutaler agierte, da er sich in einer dystopischen Zukunft behaupten und sich mit Mutanten auseinandersetzen musste. Mit The Dark Knight Strikes Again (Februar 2002) erschien eine Fortsetzung zu diesem Werk. Grundlegend war es für die Zukunft damit, dass ein noch viel moderneres Bild von Batman gezeigt wurde. Ein Jahr später erschien in den Batman-Ausgaben 404 bis 407 Frank Millers Batman: Year One. Es zeigte das erste Jahr Batmans und seine zwischenmenschliche Beziehung zu Jim Gordon. Im Mittelpunkt standen sowohl die Polizeiarbeit als auch der Stadtverfall von Gotham City. Der Zeichner David Mazzucchelli zeigte uns dazu einen Noir-Stil, der bis heute erinnerungswürdig ist. Im Jahr 2011 kam ein mehr als gelungener animierter Film zu der Thematik heraus.

Der Joker war damals kein normaler Gangster mehr, der einfach nur Clownereien im Sinne hatte. Man gestaltete ihn so, dass auch er einen komplexeren Charakter besaß. In Alan Moores The Killing Joke (1988) erlebte man eine Graphic Novel, die viel mehr auf den psychologischen Aspekt zwischen Batman und Joker einging. Dem Gangster wurde seine eigene Ursprungsgeschichte zuteil, die auch in Verbindung mit Barbara Gordon eine tragische Wende zeigte. Im Jahr 2016 wurde ein animierter Film, Batman: The Killing Joke, auf den Markt gebracht.

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In den 1980er Jahren wurden zwei Graphic Novels von dem Autor Mike W. Barr auf den Markt gebracht. 1987 erschien Batman Sonderband 11: Der Sohn des Dämons, gezeichnet von Jerry Bingham. In dieser 84-seitigen Geschichte musste sich Batman mit seinem Erzfeind Ra’s al Ghul verbünden, um einen durchgedrehten Terroristen aufzuhalten. Ra’s hatte eine Tochter namens Talia, was für Batman nicht ohne Folgen bleiben sollte. 1990 kam die Fortsetzung Batman: Bride of the Demon heraus. Die Zeichnungen stammten dieses Mal von Tom Grindberg. Ra’s al Ghul dachte von jeher in großen Dimensionen und war dieses Mal in der Antarktis aktiv. Der nahm in seinen Plänen sogar in Kauf, dass das Ökosystem zerstört werden könnte. Er sah sich darüber hinaus als Gott der Bibel, der Sintflut und neuer Noah. Die Devise: Zuerst gründlich zerstören, damit wieder etwas Neues entstehen konnte. Einmal mehr zeigte diese Ausgabe, dass Batmans Geschichten weitreichend sind und auch außerhalb seiner Heimat Gotham City spielen können. Des Weiteren wurde mit Tim Drake ein weiterer Robin in Batman #436 (August 1989) eingeführt.


Das Modern-Age-Zeitalter


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Batman machte erneut Veränderungen durch und bediente einen Zeitgeist anderer Art, der in seinen verschiedenen Richtungen an Vielschichtigkeit gewann. So unterlag die beliebte Figur unseres Helden erneut Weiterentwicklungen, die sich auf das visuelle Erscheinungsbild, den Inhalt und die kommerzielle Komponente auswirkten. Die zahlreichen Storylines schrien förmlich nach großen Events und drangen nicht nur psychologisch tiefer in die Materie ein. Die Heftserien von Detective Comics und Batman wechselten sich zwischen aufeinander aufbauenden und abgeschlossenen Geschichten ab. Es wurde dazu Gewohntes entfernt und dafür neue Aspekte eingefügt. Expansion und Brutalität wurden von da an neu definiert. Und letzteres verkörperte eine Figur ganz besonders. Bane fand seinen ersten Auftritt in Batman: Vengeance of Bane #1 (Januar 1993). Eine schwangere Frau wurde in einer tiefen Grube gefangengehalten. Nach einem alten Gesetz musste der Sohn für die Taten des Vaters bestraft werden, wenn dieser nicht mehr am Leben war. So wuchs der Junge in der Grube auf und die Mutter verstarb einige Jahre später und wurde an die Haie verfüttert.

In der Grube wurde Bane zu dem geformt, wie wir ihn kennen. Nämlich als übermächtigen Gegner, der Batman in der Knightfall-Saga (Mai 1993 – September 1994) das Rückgrat brach. Bane hatte die Kontrolle über Gotham City. Ein neuer Batman kam auf Wunsch von Bruce Wayne zum Einsatz. Jean-Paul Valley (Azrael) nahm sich dem an und wurde mit der Zeit immer unberechenbarer und gefährlicher, sodass Bruce Wayne zu der Schlussfolgerung kam, dass Azrael gestürzt werden müsste. Nicht nur Batman, sondern sein ganzes Umfeld wurde nicht von Erschütterungen verschont. So wurde Gotham City im Cross-over Cataclysm (Detective Comics #719, März 1998) von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Dies mündete in Batman: No Man’s Land (März 1999) und fand sein Ende in Batman: Shadow of the Bat #94 (Februar 2000). In No Man’s Land waren die Bürger Gothams auf sich allein gestellt und waren von der Außenwelt abgeschottet. Christopher Nolan griff dieses Element in The Dark Knight Rises (2012) auf. Und in der Serie Gotham (S4E22) wird dieses Thema sogar als Folgentitel aufgenommen. In Batman #567 (Juli 1999) erschien die erste asiatisch-amerikanische Batgirl namens Cassandra Cain.

Die 2000er Jahre bedeuteten für die Batman-Comics eine Straffung der Kontinuität. Die Geschichten erhielten Aspekte der experimentellen oder auch erwachseneren Prämisse. Auf Batmans Psyche wurde noch mehr eingegangen. Die Figur wurde mit der Dekonstruktion erweitert. So bekam man es mit einem obsessiven, aber auch getriebenen Helden zu tun, der noch mehr die Moral und ihre Menschlichkeit aufzeigte. Atemnot (Detective Comics #757, Juni 2001) wurde von Greg Rucka geschrieben. Die Zeichnungen stammten von Rick Burchett und die Tusche von Rodney Ramos. Auffällig war, dass die Geschichte von den Farben Grün (Vordergrund) und Violett (Hintergrund) dominiert wurde. Batman befand sich auf einer Verfolgungsjagd, um Gangster in einem Auto zu stellen. Das Fluchtfahrzeug streifte einen Pkw mit Insassen einer Familie, die samt dem Auto in das Wasser stürzten und schon bald ertrinken könnten. Dabei gab es Passagen, die weniger bis keinen Dialog hatten, um die Wirkung der Geschichte zur Geltung zu bringen. Batman kam in dieser Geschichte eigentlich zu spät. Doch für die Insassen des Wagens war er genau zur richtigen Zeit da und zeigte intensiver die Vermenschlichung des dunklen Helden auf.

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In Batman #582 (Okt. 2000), las man erstmals die Geschichten von Ed Brubaker, der für düstere UND kriminalistische Töne verantwortlich war. So ging es in der besagten Ausgabe darum, dass Batman in einer Schießerei verwickelt gewesen ist und ein Freund in seinen Armen starb, was ihn vollkommen wütend machte. Und es sind diese Geschichten, in denen Batman als Detektiv ermittelt, und ihm dadurch etwas Klassisches gegeben wird. Grant Morrison wurde im Jahr 2006 von Comic Book Resources zum zweitbeliebtesten Comicbuchautor aller Zeiten ausgezeichnet. Noch im selben Jahr brachte er Damian Wayne in Batman #655 (2006) zurück, der von da an Geschichten in einem Zeitraum von sieben Jahren erzählte. Unter der größeren Überschrift Batman: Reborn startete im August 2009 unter der Feder von G. Morrison Batman and Robin, in dem Dick Grayson als Batman und Damian Wayne als Robin unterwegs waren. Die Reihe erstreckte sich mit 26 Ausgaben bis zum August 2011. Vom Gesamtton her war hier Batman der Gelassene und Robin mehr der harte und düstere Charakter.


Die 2010er Jahre bis heute


Mit Batman ’66 (2013–2014) kehrte man in den Comics in die 1960er-Jahre-Serie zurück. Was in der Serie nie möglich war, baute man in den Comics ein. Red Hood kam genauso vor wie die Anstalt Arkham. Eine Erweiterung fand im weiteren Verlauf deshalb statt, weil Batman und Robin in London ermitteln durften, weil dort der Mad Hatter und der Clock King ihr Unwesen trieben. In der ersten Ausgabe gaben sich neben Catwoman, Riddler und Joker auch Dracula die Ehre. In zwei Ausgaben kam es zum Wiedersehen mit The Beatles, Queen Elizabeth II und sogar Queen Victoria. In dreißig Ausgaben und diversen Cross-Over gab es einige Absurditäten, die es einfach verdienen, gelesen zu werden. Ein gewisser Kultstatus ist auch hier möglich.

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Ein smarter Neustart fand mit DC Universe Rebirth (Sept. 2011) statt. Dem voraus ging das Event The New 52, das 52 Heftreihen beinhaltete. Eine einzelne Heftreihe über einen bestimmten Charakter brachte 52 Ausgaben hervor und endete im Juli 2016. Ab August 2016 startete dann DC Universe Rebirth, wo die Charaktere auf einen bestimmten Status zurückgesetzt worden sind. Ziel war es, der Post-Flashpoint-Kontinuität und der Post-Crisis-Kontinuität mehr Harmonie beizusteuern. Erschienen sind zahlreiche One-Shots über einzelne Charaktere und Gruppen. Batman war bei DCU Rebirth, Batman Beyond: Rebirth und Batman: Rebirth vertreten. Eingehen möchte ich dabei auf den letztgenannten Titel. Los ging es mit dem One-Shot. Dann folgte die eigentliche Reihe, in welcher Tom King der Autor bis zur 85. Ausgabe gewesen ist. Danach übernahm James Tynion IV. Parallel dazu lief die Heftserie Detective Comics Rebirth. Dabei wurde dem Liebesleben von Batman und Catwoman eine große Tiefenzeichnung eingeräumt. Nach einem Heiratsantrag seitens Batman in Heft #24 platzte die Hochzeit in Heft #50. Diese Liebesgeschichte erstreckte sich fast über das gesamte Event Batman Rebirth und trug sehr viele Emotionen mit sich. Ein großes Gewicht gewann dabei auch Batmans größter Antagonist Bane, dem mehrere größere Storylines gewidmet worden sind. Batman erlitt dadurch Verluste in Form seiner Psyche und Physis. Tom King, der einst bei der CIA gearbeitet hatte, schrieb Batman als gebrochenen Menschen, der sich schwer von Depressionen und Verlusten lösen konnte.

Auch das aktuelle Jahrzehnt hat in Bezug auf Batman etwas zu bieten. Dafür geht es kurz in das Jahr 2023, als Batman Incorporated Vol. 3 erschienen ist. Vom Dezember 2022 bis November 2023 erschienen zwölf Ausgaben, in welchen man die Figur Jiro Osamu als Batman of Japan erlebte. Zu Beginn wurden Morde an Mentoren verübt, die es mit einer Gruppe von Helden aufzuklären galt. Große Konflikte entstanden, die zum Ende hin zu moralischen Prüfungen für einzelne Charaktere führten. Der Fokus war dabei international angelegt, was von der Themenvielfalt her sehr frisch wirkte.


Neuausrichtung in den TV-Serien und Kinofilmen


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Die Animationsserie aus den 1990er-Jahren erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Bereits damals erschienen zwei abendfüllende Filme, die nur so vor Kreativität strotzten. Batman: Mask of the Phantasm (1993) war der erste Vertreter. Dort kam der Joker als Charakter vor, ist aber nicht der Hauptantagonist gewesen. Vielmehr bekommt es Batman mit einem düsteren Phantom zu tun, welches andere Gangster tötet, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Es ist ein tiefgründiger Animationsfilm, welcher intensiver in die Seele einiger Protagonisten eindringt. Ähnlich angelegt ist Batman & Mr. Freeze: SubZero (1998), welcher zwischen Batman: The Animated Series (1992–1995) und Batman & Robin (1997–1999) spielt und sich um die Konflikte kümmert, die zwischen den Protagonisten herrschen. Möchte man eine ernsthafte Charakterstudie zu Mr. Freeze haben, dann hat man mit diesem Film die beste Lektüre ausgewählt.

Einen anderen Pfad schlug die 52-teilige Animationsserie Batman Beyond (1999–2001) ein, die in der Zukunft spielt und einen jungen Batman namens Terry McGinnis zeigt. Der alte Bruce Wayne steht ihm als Mentor bei. Mit Batman Beyond: Return of the Joker (2000) erschien dazu ein Film. Terry muss sich dabei mit dem zurückgekehrten Joker auseinandersetzen. Im Jahr 2014 startete Gotham im TV und beinhaltete fünf Staffeln. Der junge Jim Gordon steht dabei im Mittelpunkt und hat knifflige Fälle zu lösen. Die Handlung spielt weit vor Bruce Waynes Verwandlung zu Batman. Er ist als jugendlicher Bruce mit einigen Handlungssträngen präsent, aber die Antagonisten stehen mit ihren Geschichten und Entwicklungen noch mehr im Mittelpunkt. Batman: Caped Crusader (2024) ist die jüngste aller Batman-Animationsserien. Die Amazon-Prime-Video-Serie ist auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten und spielt in den 1940er Jahren. Deutlich zu erkennen ist, dass Batman als Detektiv aktiv ist und sich im Noir-Style bewegt.

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Auf der Kinoebene ging es in den 1990er Jahren mit den Blockbustern Batman Forever (1995) und Batman & Robin (1997) weiter, die ich in den einzelnen Kritiken näher beleuchtet habe. Aufgrund schlechter Kritiken und unausgereifter Ausrichtungen der Schumacher-Filme stampfte Warner Bros. das Franchise Batman ein. Erst mit Christophers Nolans Dark-Knight-Trilogie bekamen wir nicht nur einen ernsthaften, sondern auch realistischen dunklen Ritter serviert. So wurden uns in Batman Begins (2005) die Anfänge des Helden gezeigt. Des Weiteren ging Nolan sehr sensibel mit der Figur Bruce Wayne um. Als Nächstes streifte Ben Affleck das Kostüm des dunklen Ritters über. Allerdings gab es nie einen Solofilm mit Affleck in der Rolle. In Batman v Superman: Dawn of Justice (2016) kämpfte er gegen Superman. Die erwähnenswerte Zusammenführung einer Gruppe gab es später mit Zack Snyder’s Justice League (2021). Jener Film feierte im Streamingbereich seine Premiere. Das Epos wurde im 4:3-Format gezeigt. Es existiert auch eine Schwarz-Weiß-Fassung. Und in The Flash (2023) kehrte Batman auf eine andere Art und Weise zurück. Eine komplett neue Ära begann, als mit Robert Pattinson der ideale Schauspieler für The Batman (2022) gefunden wurde.

Im Bereich der Animationsfilme ist die japanisch-amerikanische Produktion Batman: Gotham Knight (2008) zu nennen, welche aus sechs Segmenten besteht. Zeitlich liegt der Film zwischen Batman Begins und The Dark Knight. Batman kämpft gegen die Mafia und diverse Schurken. Am Drehbuch war unter anderem David S. Goyer beteiligt, der auch erfolgreich an der Dark-Knight-Trilogie mitgeschrieben hat. Christopher Nolan war zudem als Berater für den Film tätig. Sein Bruder Jonathan schrieb die Storyboards des Films. Die 2010er Jahre brachten zudem Batman: Under the Red Hood (2010) hervor. Dort geht es darum, dass Batman herausfinden muss, wer hinter dem geheimnisvollen Red Hood steckt. Doch deren Geschichte hat einen einschneidenden Hintergrund. Rätselhaft geht es auch in Batman: The Long Halloween (2021) zu. Umgesetzt wurde dieser Zweiteiler nach einer 13-teiligen Graphic Novel von Jeph Loeb und Tim Sale. Für Batman und seine Verbündeten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, als zu den Feiertagen geheimnisvolle Morde geschehen. Aber auch die Mafia ist in Gotham City sehr aktiv. Dank der Aufmachung eines Zweiteilers wird die Geschichte der Vorlage mehr als gerecht. In eine ebenfalls tiefgründige, aber auch sehr witzige Prämisse geht The LEGO Batman Movie (2017), welches ein Spin-off zu The LEGO Movie (2014) ist. Natürlich muss Batman erneut gegen das Unrecht in der Stadt kämpfen. Allerdings bedarf es jetzt einer Gruppenzusammenarbeit, um den Erfolg der Mission zu gewährleisten. Jedoch hat Batman ein Problem damit, da er als eingesessener Einzelgänger gilt.

Das Zitat von Joel Schumacher hätte auch hier am Ende des Textes hingepasst. Jedoch benötige ich ein Schlusswort. Und sein Zitat soll schließlich für sich stehen. Dass es Batman lange nach uns geben wird, ist meine große Hoffnung. Nur was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt. Bisher erlebte die Figur verschiedene Facetten in den Comics, auf der Leinwand und im Fernsehen sowie bei den Streamingdiensten. Es zeigt, dass der dunkle Ritter immer wieder ein Publikum haben wird, das etwas Interessantes an dieser Figur finden wird. »Batman« geht stets mit der Zeit, und trägt nicht nur Moral und Mut in sich. Es ist ein Held ohne Superkräfte. Und dieser Aspekt macht ihn sehr vielschichtig. Ein Potenzial, das immer wieder ausgeschöpft werden kann.

Und hier endet der 3. Teil meines Batman Specials. In den weiteren Jahren seines Daseins war Batman nicht nur in Comics, Kinos und TV-Sendern, sondern auch im Bereich des Gaming zu finden. Filme mit der Heldenfledermaus gab es zuletzt in jedem Jahrzehnt unserer Zeit. Auch nach über 85 Jahren seines Bestehens hat die Figur Batman nichts an seiner Faszination eingebüßt.


Quellenangabe

Das Batman-Projekt
DC Fandom
imdb.com
TV Wunschliste
en.wikipedia.org
Buch: Batman  Anthologie – 20 legendäre Geschichten über den dunklen Ritter (Panini Comics)


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