Batman Forever [1995]

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© Disney. Mit freundlicher Genehmigung moviepilot.de.

Originaltitel: Batman Forever
Produktionsland: USA
Regie: Joel Schumacher
Darsteller:

Val Kilmer, Tommy Lee Jones, Nicole Kidman, Jim Carrey, Chris O‘ Donnell

Verleiher: Warner Bros
Länge: 117 Min.
FSK: 12

Trailer:


Bruce Wayne (Val Kilmer) bricht als Batman auf, um sich Two-Face (Tommy Lee Jones) zu stellen, der eine Bank in Gotham City unter seiner Gewalt gebracht hat. Einst war er der angesehene Staatsanwalt Harvey Dent, bis seine linke Gesichtshälfte durch ein Säureangriff entstellt worden ist. Schuld daran soll Batman sein, der das Schlimmste nicht mehr verhindern konnte. Deshalb muss die Fledermaus seiner Ansicht nach sterben. Dieses Verhalten studiert die Psychologin Dr. Chase Meridian (Nicole Kidman), die auch ein Auge auf Batman geworfen hat. Bei Wayne Enterprises arbeitet ein intelligenter als auch exzentrischer Edward Nygma (Jim Carrey), der ein Gerät entwickeln möchte, um Gehirnwellen zu manipulieren. Mit Hilfe von Fernsehsignale sollen diese Wellen in das menschliche Gehirn gesendet werden. Im Gegenzug erhält Nygma die Gedanken des jeweiligen Nutzers. Wayne lässt dieses Projekt nicht zu. Dennoch macht Edward weiter, und schreckt auch nicht vor Mord zurück…

Damals als zwölfjähriger Junge hat mir der Film gefallen. Aber mit den Jahren hat sich das grundlegend geändert. Was Joel Schumacher hier treibt, ist eine Beleidigung für viele Fans von Batman. Gibt es nicht sogar 1000 Gründe ihn zu hassen? Ich habe damit schon mal einen Grund, und sage dieser Film ist viel zu bunt und überdreht. Im folgenden Text gehe ich darauf ein, warum der Film meiner Meinung nach gescheitert ist.

Ära Tim Burton beendet

Und die ist fast in allen Belangen Geschichte. Nach Batman (1989) und Batmans Rückkehr (1992) wollte man eine buntere Variante des Helden. Joel Schumacher übernahm den Regieposten, und T. Burton fungierte nur noch als Produzent. Jedoch sollte Michael Keaton erneut Batman spielen. Aber er sagte dem Projekt ab. So musste die Rolle des Helden neu besetzt werden. Mit Val Kilmer war dann diese Personalie gefunden, der so begeistert war, dass er das Batmobil für seine eigene Garage haben wollte. Als Bruce Wayne eine durchaus passable schauspielerische Leistung. Aber mit Fledermauskostüm blieb er dann doch zu oft blass.

Tommy Lee Jones war als Two-Face eine Fehlbesetzung, er nicht dass verkörpert, was Two-Face antreibt. Er ist stets nur darauf bedacht, Batman zu töten. Einen tiefsinnigen Charakter sucht man hier vergebens. Der Riddler (Jim Carrey) wirkte mit zunehmender Spieldauer einfach nur noch nervig. Viel zu aufgedreht und überzeichnet. Da wäre bei einem Charakter wie dem Riddler mehr möglich gewesen. Positiv anmerken muss ich, dass Nicole Kidman als Dr. Chase überzeugend gespielt wurde. Zum ersten Mal ist war auch Dick Grayson als Robin mit von der Partie. Und hier ist tatsächlich Tiefgang enthalten, was besonders an Chris O‘ Donnell selbst liegt. Mit Überzeugung und Leidenschaft spielt er den Dick Grayson, der in seinem jungen Alter die gleichen Schmerzen bewältigen muss wie einst Bruce Wayne als Kind.

Komponist ebenfalls ersetzt

Auch der Score kam nicht mehr von Danny Elfman. Dieses Mal machte sich Elliot Goldenthal ans Werk. Und das Ergebnis war mehr als dürftig. In keinster Weise kann er Elfmans Werk das Wasser reichen. Jedoch konnte der Soundtrack bei mir punkten. Mit U2, Seal, Nick Cave u.a. sind starke Interpreten vertreten. U2 und Seal landet sogar sehr erfolgreich in den Charts.

Nominierungen und Auszeichnungen

Der Film konnte bei der Oscarverleihung 1996 drei Nominierungen für sich verbuchen: Beste Kamera, Bester Ton und Bester Tonschnitt. Der Song „Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me von U2 war für den Golden Globe Award und für die Goldene Himbeere nominiert. Gewinnen konnte er aber den Film and Television Music Award der American Society of Composers, Authors and Publishers. Auch Elliot Goldenthal ging hier als Sieger hervor. Ebenfalls war 1996 für den Grammy Award nominiert.

Fazit: Für die normalen Filmfreaks mag dieser Streifen zwar gute Unterhaltung bieten, aber für wahre Batman-Fans wohl eine Enttäuschung. J. Schumacher machte das Gegenteil von dem, was Batman überhaupt ausmacht. Aber da kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Festzuhalten ist, dass Batman Forever, wenn man die Figur Batman nicht in Betracht zieht, durchaus als unterhaltsamer Comicfilm funktionieren kann. Dabei darf man nicht so hohe Erwartungen an den Film haben. Wer es bunt, penetrant und laut mag, wird hier seinen Spaß haben. Wer anfangen möchte sich für den schwarzen Ritter zu interessieren, sollte nicht gerade diesen Film als Einstiegslektüre wählen.

 


Filme des Batman-Franchise

1989 Batman
1992 Batmans Rückkehr
1995 Batman Forever
1997 Batman & Robin

4 Gedanken zu “Batman Forever [1995]

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