James Bond 007: Skyfall [2012]

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© Sony Pictures

Originaltitel: Skyfall
Produktionsland: Vereinigtes Königreich

Darsteller: Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem, Ralph Fiennes u.a.
Regie: Sam Mendes

Länge: 143 Min.
FSK: 12
Verleiher: Sony Pictures

UK-Premiere: 23. September 2012
Deutscher Kinostart: 1. November 2012


Gewohnte Charaktere und neue Gesichter im Geheimdienst-Universum

Erneut sind wieder Daniel Craig als 007-Agent James Bond und Judi Dench als M von der Partie. Hier muss man nicht viel sagen. Craig als Bond ist einfach eine Klasse für sich und das Zusammenspiel mit J. Dench als M macht einfach großen Spaß. Zudem wird hier die zwischenmenschliche Komponente zwischen beiden Charakteren näher beleuchtet. Ralph Fiennes als Gareth Mallory und Naomie Harris als Eve Moneypenny sind neu dabei. Auch Ben Whishaw als Q gab hier seinen Einstand. Mit Q kehrt eine Figur zurück, die allen Bond-Fans bekannt sein dürfte. Zum letzten mal war dieser im 19. Bond-Abenteuer Die Welt ist nicht genug (1999) zu sehen. Desmond Llewelyn hatte der Figur über Jahre eine wohlwollende Identität verpasst und war dennoch nur insgesamt 30 Minuten auf 17 Filme verteilt zu sehen. Mit Ben Whishaw kehrt Q erfolgreich zurück und Bond kann damit auf technische Unterstützung bauen, so wie es schon in den älteren Filmen der Fall war. Whishaw verpasste der Figur seine eigene Interpretation, was gut ankommt. Mit perfekter Körpersprache und Wortwitz sorgt er immer wieder mal für den einen oder anderen Schmunzler. Als Gegenspieler von Bond ist Jarvier Bardem zu sehen, der versteht wie man so eine Rolle zu spielen hat. War er doch in anderen Filmen schon als Bösewicht zu sehen. Auch in Skyfall bringt er das erfolgreich rüber.

Wechsel auf dem Regiestuhl

Nach dem mäßigen Bond-Vorgänger Ein Quantum Trost (2008) unter der Regie von Marc Foster übernahm Sam Mendes den Platz im Regiestuhl. Dies sollte sich als gute Entscheidung herausstellen. Zu dieser Zeit war er schon durch mehrere erfolreiche Regiearbeiten bekannt geworden (u.a. American Beauty (1999) oder Road to Perdition (2002)). Für den erstgenannten Film bekam er den Oscar als Bester Regisseur. In Skyfall traf Mendes erneut auf Daniel Craig, da dieser schon in Road to Perdition mitgespielt hatte. Kein Wunder, Craig hatte sich den Regisseur für 23. Bond-Streifen selbst ausgesucht. Die Regie fällt dabei unter das Prädikat erfolgreich und stellt damit seinen Vorgänger Ein Quantum Trost in den Schatten. Mendes macht vieles richtig und gibt Bond sowas wie eine neue Identität. Außerdem findet der Film unter ihm zum klassischen Bond zurück, ohne dabei eine reizvolle Neuinterpretaion außer acht zu lassen.

Neuer Komponist sorgt für frischen Wind

Auch bei der Musik gab es eine Veränderung. David Arnold komponierte von nun an nicht mehr die Musik zu den Bond-Filmen. Er tat dies von 1997 bis 2008 für insgesamt fünf Bond-Filme. Sein Nachfolger ist Thomas Newman, der bis 2017 fünfmal mit Sam Mendes zusammengerarbeitet hatte. American Beauty (1999) war sein erster Streich. Und dafür gab es den Oscar für die beste Musik im Jahr 2000. Newman sorgte mit der Musik zu Skyfall für eine Atmosphäre, die perfekt auf den Film zugeschnitten war. Spannung und Gänsehaut kommen dabei nicht zu kurz. Für diese Arbeit erhielt er den Grammy Award. Auch der gleichnamige Titelsong brauchte sich keineswegs verstecken. Adele sorgte mit ihrem Gesang für  ein besonderes Feeling und man erinnert sich mit dieser Performance an die Titelsongs der 1960er und 1970er Jahre. Adele bekam für den Song 2013 den Oscar für den Besten Filmsong.

Fazit: Das 23. Bond-Abenteuer erschien pünktlich zum 50. Geburtstag der Filmreihe. Und dieser Geburtstag wurde erfolgreich gefeiert. Sam Mendes übernahm die Regie und lässt Bond im neuen Glanz erstrahlen, der beim Vorgänger Ein Quantum Trost (2008) verloren ging. Skyfall stellt seinen Vorgänger in den Schatten und muss sich vor Casino Royale nicht verstecken. Und wartet damit mit einem spannungsreichen Plot auf. Die Charaktere mit ihren pointierten Schlagabtäuschen wissen das Publikum zu unterhalten. Dabei wird das klassische Bond-Personal neu interpretiert, was dem Film sichtlich zugute kommt. Unterhaltung und spektakuläre Action kommen nicht zu kurz, die perfekt durch die instrumentale Begleitung durch Thomas Newman unterstrichen wird.

 


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