11 Filme aus den 1950er Jahren, die man sich mal anschauen sollte

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Das Medium Film hatte sich längst fest etabliert und erfuhr in den 1930er Jahren besonders mit dem Tonfilm einen großen Aufschwung. Die 1940er Jahre waren nicht weniger spannend und hatten im Bereich Film noir viel zu bieten. Nun sind die 1950er Jahre an der Reihe, die ich euch nun etwas genauer vorstelle.

Neu war in diesem Jahrzehnt das CinemaScope-Verfahren, welches bereits 1927 entwickelt wurde. 1952 erwarb es die 20th Century Fox Film Corpotation samt optischer Technik. 1955 waren mehr als 60 % aller Kinos in den USA technisch in der Lage, CinemaScope–Filme darzubieten. Besonders große Verbreitung fand die Marke jedoch auch deshalb, weil die 20th Century Fox vor allem in den 1950er und 1960er Jahren auch an andere große Filmgesellschaften wie MGM, Columbia, Disney und Universal lizenzierte.


Die Schatzinsel (1950)

Nach einem Roman von Robert Louis Stevenson. Jim Hawkins (Bobby Driscoll) kommt in den Besitz einer Karte, die zu einem Schatz führen soll. Fortan macht er sich mit Squire Trelawney (Walter Fitzgerald) und Dr. Livesey (Denis O’Dea) mitsamt einer kompletten Crew auf die Reise zu einer Insel.

Der Film entstand in England. Der größte Teil wurde auf einer Studiobühne vor gemalten Kulissen in den Film Studios in Buckinghamshire realisiert. Außenaufnahmen drehte man  in Grafschaften Cornwall und Devon sowie in Bristol. Zudem war es der erste komplette Realfilm der Walt Disney Company und die erste Verfilmung von Stevensons Roman als Farbfilm.


Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951)

Die Armee entdeckt ein außerirdisches Flugobjekt, welches in Washington, D.C. landet. Sofort kreisen sie es ein und ein Mann im Raumanzug und beteuert, in Frieden zu kommen. Doch ein Soldat zeigt sich sehr nervös und schießt den Mann an, als er ein Gegenstand hervorholt, der als Geschenk für den Präsidenten der Vereinigten Staaten gedacht war. Daraufhin entsteigt ein riesiger Roboter aus dem Raumschiff…

Dieser in Schwarz/Weiß gedrehte Sci-Fi-Film basiert auf die Erzählungen von Harry Bates und ist heute ein Klassiker seines Genres. Hervorzuheben ist die halbdokumentarische Inszenierung und die ästhetischen Anleihen in der Lichtdramaturgie. Die Botschaft des Films vermittelt Kriege zu beenden und Kernwaffen zu vernichten. 1952 gab es einen Golden Globe Award als Bester die Völkerverständigung fördernder Film. Bernard Herrmann war für die Beste Filmmusik nominiert.


Don Camillo und Peppone (1952)

Eine italienisch-französische Produktion. Und es ist der erste Film der erfolgreichen fünfteiligen Don-Camillo-und-Peppone-Filmsaga mit Fernandel und Gino Cervi, die auf den Erzählungen von Giovanni Guareschi basiert. Brescello 1946: Die Kommunisten haben die Bürgermeisterwahl gewonnen und veranstalten auf dem Marktplatz eine Siegesfeier. Don Camillo hat etwas dagegen und verlässt seine Kirche, um die Feier zu unterbinden…

Fernandel wurde 1952 mit dem Nastro d’Argento als Bester ausländischer Darsteller in einem italienischen Film ausgezeichnet. Ein Jahr später gab es den Silbernen Becher für den besten Film, „der zur Förderung des demokratischen Gedankens beiträgt“. 1954 erhielt der Film eine Nominierung für den British Film Academy Award in der Kategorie Bester Film.


Die Wüste lebt (1953)

Ein Dokumentarfilm von James Algar über über die Wüstengebiete östlich des Kaskadengebirges und der Sierra Nevada (USA) und deren Tier- und Pflanzenwelt. Es war der erste lange Dokumentarfilm der Walt-Disney-Studios und wurde ein mehrfach ausgezeichneter Welterfolg. Im Gegensatz zu normalen Dokus weist dieser Film einen unterhaltsamen Anspruch auf. 1954 gab es einen Oscar für den Besten Dokumentarfilm des Jahres 1953. Im gleichen Jahr gab es den Spezialpreis bei den Golden Globes.


Die sieben Samurai (1954)

Ein japanischer Historienfilm des Regisseurs Akira Kurosawa, der von der von Kritikern gefeiert wurde und als einer der bekanntesten und einflussreichsten japanischen Filme gilt. Japan in der Azuchi-Momoyama-Zeit des Jahres 1587: Banditen überfallen wiederholt ein kleines Bauerndorf und plündern die Ernte. Als die nächste Ernte ansteht, entschließen sie sich, einige Samurai anzuheuern. Obwohl das Dorf außer Verpflegung keinen Lohn bieten kann, gewinnen sie sieben Kämpfer für die Verteidigung…

Kurosawa bediente sich hier erstmals der für seine späteren Werke charakteristischen Arbeitsmethode mit drei gleichzeitig laufenden Kameras. Weltweit bekam der Film zahlreiche Auszeichnungen. U.a. zwei Oscars für Beste Ausstattung und Bestes Kostüm.


… denn sie wissen nicht, was sie tun (1955)

Ein Fim, dessen Premiere der Haupdarsteller James Dean nicht erlebte. In diesem Drama spielt er einen Rebell, der um Liebe und Anerkennung kämpft. Erstmalig werden Probleme der Silent Generation in Gesellschaft und Familie geschildert. Dennoch machte ihn dieser Film zum Ausnahmestar.

Während den Dreharbeiten fiel dies auch Studio Jack L. Warner auf und ordnete an den Film in Farbe zu drehen. Von Beginn an war vorgesehen, dass im Cinemascope-Verfahren gedreht werden sollte. Ohnehin sollten die Filme in Farbe geschossen werden. 1956 gab es drei Oscar-Nominierungen in den Kategorien Bester Nebendarsteller (Sal Mineo), Beste Nebendarstellerin (Natalie Wood) und Beste Originalstory für einen Film (Nicholas Ray).


Der Mann, der zuviel wusste (1956)

Alfred Hitchcock war ein Meister seines Fachs und ließ hier Film entstehen, der der auf einer Geschichte von Charles Bennett und D. B. Wyndham-Lewis basiert. Der US-amerikanische Arzt Dr. Benjamin McKenna (James Stewart), seine Frau Josephine (Doris Day)  – eine ehemalige Sängerin – und ihr Sohn Hank machen Urlaub in Marokko. Als sie mit einem Bus nach Marrakesch fahren, lernen sie den Franzosen Louis Bernard kennen. Der bietet ihnen prompt seine Gesellschaft beim weiteren Aufenthalt an. Doch dann ereignet sich ein folgenreicher Zwischenfall…

Hier handelt es sich um eine Neuverfilmung. Das Original drehte Hitchcock 1934 in England. Nun wurde die Handlung gestreckt, neue Handlungsstränge eingefügt und die Schauplätze verlegt.


Wege zum Ruhm (1957)

1916 ist der Erste Weltkrieg bereits zwei Jahre im Gange, als sich zwischen französischen und deutschen Truppen ein Schützengrabensystem vom Ärmelkanal bis zur Schweizer Grenze zieht. Keine Seite schafft es, sich aus der ausweglosen Situation zu befreien. Ein erreichter Bodengewinn kostet bereits mehrere Hunderttausende Soldaten das Leben…

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Humphrey Cobb. Regisseur Stanley Kubrick besetzte die Hauptrolle mit Kirk Douglas. Der Klassiker gilt als einer der besten Antikriegsfilme überhaupt und ist eine bitterböse Parabel auf Herrschaftsstrukturen und ein Bekenntnis gegen die Todesstrafe. Bemerkenswert ist der harte Schnitt vom Elend an der Front zum Luxus barocker Schlösser. Die Enge der Schützengräben wird in Kontrast zur Weitläufigkeit alter Schlossanlagen gestellt. Für Kubrick selbst war es weltweit der entgültige Durchbruch als Regisseur.


King Creole (1958)

Im letzten Special noch nicht berücksicht, findet er nun seine Erwähnung. Die Rede ist vom Ungar Michael Curtiz, der 1944 den Oscar für die Beste Regie (Casablanca) bekam. 1958 drehte er das Drama King Creole – Mein Leben ist der Rhythmus. Dort spielte Elvis Presley einen Schüler, der in einer Bar arbeitet, um mit seiner Schwester und seinem Vater über die Runden kommen muss. Doch dann macht er ungewollt andere Bekanntschaften. Zu dem Cast gehörten auch Walter Matthau und Carolyn Jones. Letztere spielte von 1964 bis 1966 in der TV-Serie Die Addams-Family Morticia Addams.


Ben Hur (1959)

Ein US-amerikanischer Monumentalfilm von William Wyler, der auf dem Roman von Lew Wallace basiert. Es wird das Leben des fiktiven jüdischen Fürsten Judah Ben-Hur (Charlton Heston) gezeigt, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. als Zeitgenosse Jesu Christi in Jerusalem lebt.

Der Film brach jegliche Rekorde und erhielt bei 12 Nominierungen 11 Oscars. Dieser Rekord wurde noch nie gebrochen. Titanic (1997) und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003). zogen mit der gleichen Anzahl an Auszeichnungen gleich.

Ben Hur der erste Film, bei dem intensiv mit der Bluescreen-Technik gearbeitet wurde. Das Budget betrug 15 Millionen Dollar – inflationsbereinigt – und zählt zu den aufwendigsten Produktionen der Filmgeschichte.


Der Haustyrann (1959)

Ein deutscher Schwarzweißfilm nach dem Bühnenstück bzw. der Komödie Das Ekel von Toni Impekoven und Hans Reimann. In der Hauptrolle ist Heinz Erhardt zu sehen, der hier den Kaffeehausbesitzer Paul Perlacher spielt und ein richtiges Ekel ist. Nicht nur seine Familie hat unter ihm zu leiden, sondern auch auch seine Mieterin, die Klavierlehrerin Amalie Hartung, deren Neffen Hannes und die Klavierschüler.

Der Anspruch des Films ist nicht sonderlich hoch. Er versteht es aber den gut aufspielenden Erhardt entsprechend in Szene zu setzen.

4 Gedanken zu “11 Filme aus den 1950er Jahren, die man sich mal anschauen sollte

      1. King Creole – Elvis – natürlich – da war ich damals ganz schön verknallt 😉
        Ähm – aber jetzt – als Erwachsene – dann eher Ben Hur, Denn sie wissen nicht was sie tun und Haustyrann
        Sieben Samurai hab ich noch nicht gesehen und an die anderen kann ich mich nicht mehr so erinnern – schon bisschen her, dass ich die gesehen habe.

        Gefällt 1 Person

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