11 Filme aus den 1960er Jahren, die man sich mal anschauen sollte

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Die 1950er Jahre hatten sich im filmtechnischen Bereich weiterentwickelt. Darunter waren Produktionen, die bis heute cineastische Klassiker sind. In den 1960er Jahren setzte sich die Ära New Hollywood durch, die das traditionelle Hollywood-Kino modernisierte. Dies macht sich durch eine gesellschaftskritische Grundhaltung bemerkbar, die thematisch in den Filmen aufgegriffen wurde.


Psycho (1960)

Ein Klassiker des amerikanischen Kinos, was man nicht weiter beschreiben muss. 1961 war der Film für vier Oscars nominiert. Bis heute folgten Psycho drei weitere Kinofilme, zwei Fernsehfilme und eine TV-Serie. Patricia Hitchcock, die Tochter vom großen Meister hat einen Auftritt als Bürokollegin von Marion (Janet Leigh).


Haie der Großstadt (1961)

Nach einem Roman von Walter Tevis umgesetzt. Eddie „Fast Eddie“ Felson (Paul Newman) ist ein junger Poolbillardspieler, der davon lebt, dass er unbedarfte Spieler abzockt, indem er sie zunächst gewinnen lässt und sie dann richtig ausnimmt. Doch dann wendet sich plötzlich das Blatt…

Der Film gewann zwei Oscars für die Beste Kamera und für das Beste Szenenbild. Außerdem war Paul Newman als Bester Hauptdarsteller sowie Piper Laurie als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Gleiches galt für George C. Scott und Jackie Gleason in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Weitere Nominierungen gab es für die Beste Regie, Bestes adaptierte Drehbuch und Bester Film.


Wer die Nachtigall stört (1962)

Zwar gab Lawrence von Arabien den Ton bei den Academy Awards 1963 an, doch musste sich der genannte Film keinesfalls verstecken. Die Literaturverfilmung von Wer die Nachtigall stört basiert auf den Roman von der Amerikanerin Harper Lee. Gregory Peck übernahm die Hauptrolle und gewann einen Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Es geht um das aufgeweckte Mädchen Jean Louise, genannt Scout, die mit ihrem älteren Bruder Jem in Maycomb, einer kleinen Stadt im Alabama der 1930er Jahre aufwächst. Dann erzählt Scout (Gregory Peck) eine Geschichte, die in einem Sommer begann und im darauf folgenden Sommer endete. Thema ist dort auch die Zeit der Depression, wo die Kinder trotz allem vergnügt aufwachsen.


Nackt unter Wölfen (1963)

Verfilmt nach einem Roman der DDR-Literatur von Bruno Apitz. Das Buch erschien 1958 beim Mitteldeutschen Verlag. Dies hier ist nach 1960 bereits die zweite Verfilmung des Stoff. Die Geschichte spielt sich in einem KZ von einer Zeitspanne von Februar bis April 1945 ab. Ein polnischer Häftling schmuggelt in einem Koffer ein etwa dreijähriges Kind ins Lager von Buchenwald. Das Kind soll über ein Transport in ein anderes Lager kommen. Doch nicht alle Häftlinge teilen diesen Gedanken…


Gesprengte Ketten (1963)

Ein amerikanischer Kinofilm, der in Süddeutschland gedreht wurde. Dort geht es um einen Massenausbruch aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte im Film hat sich wirklich zugetragen und das Buch The Great Escape von Paul Brickhill diente als Grundlage für das Drehbuch.

Mit Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson, Donald Pleasence, James Coburn und David McCallum wurde ein Cast aufgeboten, deren Schauspieler entweder schon bekannt waren bzw. später den entgültigen Durchbruch schafften.


A Hard Days Night (1964)

Text Ein britischer Film von Richard Lester, wo die Beatles im Mittelpunkt stehen. Die Songs im Film erschienen als Album A Hard Day’s Night. Beschrieben wird ein Tag der Pilzköpfe und die „Beatlemania“ als Ironie aufgegriffen. Deren Charaktere werden in Schubladen gesteckt. So ist John der Zyniker, Paul der Charmante, George der Zurückhaltende und Ringo der Witzbold, der aber unter seiner Rolle im Bandgefüge leidet.


Das Geschäft in der Hauptstraße (1965)

Ein tschechoslowakischer Film von Ján Kadár und Elmar Klos. Slowakischer Staat 1942: Der arme und unpolitische Schreiner Tono Brtko (Jozef Kroner) wird von seinem Schwager Marcus Kolkotský (František Zvarík), zum „arischen Treuhänder“ eines kleinen Geschäfts auf der Hauptstraße ernannt. Tonos Frau Evelyna (Hana Slivková) ist nicht nur habgierig, sondern auch von einem möglichen Gewinn geblendet. Doch schon bald ist nichts mehr so wie es scheint…

U.a. gewann dieses Drama den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film. Eine Nominierung für den Besten Spielfilm für die Goldene Palme war auch dabei. Nicht nur als engagierte Sozialstudie interessant, sondern auch heute noch aktuell, was Totalitäre Systeme betrifft.


Zwei glorreiche Halunken (1966)

Clint Eastwood in der Rolle des namenlosen Reiters, genannt der Blonde/der Gute. Es ist der Abschluss der so genannten Dollar-Trilogie, die Regisseur Sergio Leone so genannt hat. Die Handlung ist im Südwesten der Vereinigten Staaten im New-Mexico-Territorium des Jahres 1862 angesiedelt. In dieser Zeit ist der Amerikanische Bürgerkrieg während der Sibley-Offensive im Gange. Der Auftragskiller Sentenza/der Böse (Lee Van Cleef) soll einen Soldaten namens Jackson finden. Jedoch befindet sich der Soldat auf der Flucht…

Dieser Western war auch wegen dem Score von Ennio Morricone sehr erfolgreich und ist bis heute stilprägend für die Popkultur.


Die Reifeprüfung (1967)

Basierend auf den gleichnamigen Roman von Charles Webb. Es geht um den College-Absolvent Benjamin Braddock (Dustin Hoffman), der nacheinander zwei „verbotene“ Beziehungen eingeht. Zuerst mit einer verheirateten Frau und dann mit deren Tochter. Eine Gesellschaftssatire, die mit zunehmender Dauer richtig an Fahrt gewinnt und die Moral des amerikanischen Establishments und die Weltfremdheit der jungen Generation auf die Schippe nimmt. Zum Soundtrack gehört u.a. der Song „Mrs. Robinson“ von Simon & Garfunkel. Bis heute ein zeitloser Evergreen.


Bullitt (1968)

Noch einmal Steve McQueen. In dem Thriller geht es um Lieutenant Frank Bullitt (Steve McQueen) vom San Francisco Police Department, der von einem ambitionierten Staatsanwalt den Auftrag bekommt, dessen Kronzeugen zu beschützen. Der Anwalt erhofft sich von dessen Aussage einen Karriereschub…


Easy Rider (1969)

Ein Road Movie und Kultfilm, der das Lebensgefühl dreier Biker der späten 1960er Jahre beschreibt. Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) haben sich Kokain besorgt und in den Batterien ihrer Scrambler-Motorräder von Mexiko in die Vereinigten Staaten eingeschmuggelt. Nun soll die Droge an einem Verbindungsmann verkauft werden…

Jack Nicholson ist hier in einer Nebenrolle als alkoholsüchtiger Anwalt zu sehen. Dafür wurde er für einen Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Der Film gilt als der erste große Erfolg des New Hollywood, welcher von 1967 bis Ende der 1970er Jahre anhielt.

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