7. Film des Marvel Cinematic Universe
Zum 6. MCU-Film | Zum 8. MCU-Film


Originaltitel: Iron Man 3
Produktionsland: USA

Regie: Shane Black
Drehbuch: Drew Pearce und Shane Black
Darsteller:
Robert Downey Jr.: Tony Stark, Gwyneth Paltrow: Pepper Potts, Don Cheadle: James Rhodes, Guy Pierce: Aldrich Killian, Ben Kingsley: Mandarin uva.

Genre: Action, Sci-Fi, Fantasy
FSK: 12
Länge: 131 Min.
Produktionsfirma: Paramount Pictures, Marvel Studios
Verleiher: Concorde Home Entertainment

Filmstart in den USA: 26. April 2013
Filmstart in Dtl.: 1. Mai 2013


„Ein großer Mann hat mal gesagt: „Wir erschaffen unsere eigenen Dämonen.“ Wer hat das gesagt? Was soll das heißen? Ist egal. Ich sag’s, weil er’s gesagt hat. Er war berühmt, nun haben es zwei berühmte Typen gesagt. Ich kann nicht… Noch mal mal von vorne. Gehen wir zurück zum Anfang“  (Tony Stark)

Der Film beginnt mit einem Rückblick und setzt im Jahr 1999 an, wo Tony die Silvesternacht auf einer Konferenz in Bern feiert. Dort tritt er mit der  Biologin Maya Hansen in Kontakt, die mit Extremis ein experimentelles Verfahren erfunden hat. Damit kann die menschliche DNS beliebig verändern werden. In dieser Nacht trifft er auch den Wissenschaftler Aldrich Killian (Guy Pierce), den er ein kurzes Treffen verspricht, aber dann nicht erscheint. In der Gegenwart nimmt Tony den Mandarin in den Medien wahr. Dort wird deutlich, dass der Antagonist Terroranschläge auf der ganzen Welt verübt.


Tony Stark erhält Verstärkung durch Sidekick

Robert dürfte die Zusage für diesen Film nicht schwer gefallen sein, da er schon in Kiss Kiss Bang Bang (2005) mit Regisseur Shane Black zusammengearbeitet hatte. Außerdem verkörpert er diese Rolle unheimlich gerne. Er passt wie kein anderer in diese Rolle und zeigt das auch glaubhaft dem Publikum. Überzeugend sind wieder Action und Wortwitz, wie man es von Tony Stark gewohnt ist. Natürlich darf Partner Colonel James Rhodes (Don Cheadle) nicht fehlen. Für die, die den Vorgänger von Iron Man 3, Hotel Ruanda (2004) und L. A. Chrash (2004) gesehen haben, wissen wovon ich spreche. Oscarpreisträger Ben Kingsley (Gandhi (1982)) ist als The Mandarin dabei. Eine interessante Besetzung, die zu überraschen weiß. Dennoch wird diese Figur der Vorlage nicht gerecht. Aber dazu im weiteren Verlauf des Textes mehr.

Dann ist noch Guy Pearce (Memento (2000)) als Aldrich Killian zu nennen. Dieser Charakter macht im Verlauf der Handlung eine Wandlung durch. Mit dem frechen Harley Keener (Ty Simpkins (Jurassic World (2015)), gewinnt Tony Stark einen neuen Freund und Helfer dazu. Quasi ein Sidekick zur rechten Zeit. Dabei sei zu erwähnen, dass er noch ein Kind ist. Genau deswegen kommt frischer Wind in die ganze Angelegenheit. Der Junge erweist sich als äußerst klug und technikversiert, so dass er sich als große Hilfe für Tony erweisen kann. In diesem Atemzug möchte ich Gwyneth Paltrow als Pepper Potts nicht vergessen, die dem Geschehen bereits bei den beiden Vorgängern beigewohnt hat. Mich hat es sehr gefreut, dass sie wieder ihre Momente im Film bekommen hat und durchaus außergewöhnliches geleistet hat. Gute Momente hatte auch Jon Faverau als Happy Hogan, der es erneut schafft dosierten Witz in seine Rolle zu bringen. Dennoch erlebt er im Laufe der Handlung eine Wendung, die ihn auch schauspielerisch weitergebracht hat.

Der Mandarin entspricht nicht ganz der Comicvorlage

Doch was oberflächlich sehr gut und ausgereift aussieht, ist im Detail leider nicht das, was man erwartet. Zwar stimmt die Action und das Szenenbild, was durchaus zur Tonalität des Filmes passt. Aber es gibt auch Aspekte, die den dritten Iron Man Film zum schwächsten der Reihe machen. Der Mandarin (Ben Kingsley) wurde nicht wirklich nach der Comicvorlage umgesetzt. Zwar ist es für den Film selbst und der dort spielenden Ereignisse durchaus nachvollziehbar, warum es gerade so umgesetzt wurde, aber der Figur an sich wird diese Umsetzung nicht gerecht. So wurde er in den Comics im Jahr 1920 in eine reiche Chinesische Aristokratenfamilie geboren. Im späteren Verlauf der Geschichte ist er auf Rache an der Gesellschaft aus, die ihn obdachlos machte und zudem alles wegnahm. Im „Tal der Geister“ fand er u.a. 10 Ringe, die große Macht inne hatten. (Anm.: Die Terroristen, die Tony in Iron Man (2008) entführten, gaben sich den Titel „Die 10 Ringe“. Dies darf als Anspielung auf den Mandarin gewertet werden). Dann belebte er einen Roboter und beschloss die Weltherrschaft an sich zu reißen. Der Mandarin hat also eine größere Hintergrundgeschichte und Macht als man glaubt. Davon wird nur wenig bis nichts im Film umgesetzt.

Story mit Logiklöchern

Gerade Comicverfilmungen sind mit Logiklöchern gespickt. Davor macht auch Iron Man 3 keinen Halt. So bekommt Tony Panikattacken oder Schlafstörungen als auch Alpträume, die aber keine Auswirkungen zu haben scheinen. Sprich, es wird nicht weiter erklärt oder ausgebaut. Gut, dies ist nicht wirklich ein Logikfehler. Aber zum Ende hin tut Tony etwas, was man als Weiterentwicklung seines Charakters sehen kann. Aber in Avengers: Age of Ultron (2015) ist es schon wieder hinfällig. So ist im Nachhinein das dritte Iron Man Abenteuer nicht konsequent und reißt so ein Loch in die Logik. Der Film krankt daran, dass er nicht wirklich eine konsequente Linie durchzieht. Er wirkt mehr wie ein buntes Spielzeugabenteuer, anstatt eine tiefgründigere Geschichte zu erzählen. Man merkt ihm an, dass Disney ganz gewaltig seine Finger im Spiel hatte.

Hinzu kommt, dass dieses Mal keine Songs von AC/DC zu hören sind, was dem Film ein markantes Merkmal nimmt. Jedoch hat der Score an Qualität gewonnen, sprich bestimmte Stücke bleiben wirklich im Ohr, was für eine mehr als gelungene Komposition spricht. Dafür verantwortlich war Brian Tyler, der Enkel des Oscarpreisträgers Walter H. Tyler. Die Studios rund um das MCU waren so überzeugt, dass B. Tyler auch den Score von Thor – The Dark Kingdom (Thor: The Dark World) (2013)  und Avengers: Age of Ultron (2015) verfassen durfte.

Fazit: Iron Man (2008) war ein toller Start. Teil 2 (2010) war zwar nicht enttäuschend, konnte dem Vorgänger aber nicht das Wasser reichen. Deswegen waren die Erwartungen bei Iron Man 3 sehr groß. Diese Erwartungen können aber nicht wirklich erfüllt werden. Zum einen besitzt der Film zu wenig Tiefgang und ist wenig konsequent. Als reines Actionabenteuer und mit guten Effekten funktioniert er aber bestens.

 

 


Titelbild ©Concorde Filmverleih


Andere interessante Blogartikel

VERfilmt&ZERlesen: Der Marvel-Monat: Iron Man 3

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s