6. Film des Marvel Cinematic Universe
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Originaltitel: Marvel’s The Avengers
Produktionsland: USA

Darsteller:
Robert Downey jr.: Tony Stark, Chris Evans: Steve Rogers, Scarlett Johansson: Natasha Romanoff, Mark Ruffalo: Bruce Banner, Chris Hemsworth: Thor, Tom Hiddleston: Loki, Jeremy Renner: Clint Barton, Samuel L. Jackson: Nick Fury, Clark Gregg: Agent Phil Coulson, Stellan Skarsgård: Professor Erik Selvig, Gwyneth Paltrow: Virginia „Pepper“ Potts, Paul Bettany: JARVIS (Stimme) u.v.a.
Drehbuch: Zak Penn & Joss Whedon
Regie: Joss Whedon

Genre: Action, Sci-Fi
FSK: 12
Länge: 143 Min.
Produktionsfirma:
Marvel Entertainment, Marvel Studios
Paramount Pictures (Dtl.)

Filmstart in den USA: 11. April 2012
Filmstart in Dtl.: 26. April 2012


,,This cast is more than I could ever have dreamed of working with. My dream team. This is The Avengers.“, Joss Whedon auf der Comic-Con 2010

Ein würfelförmiges Artefakt, welches wohl als unbegrenzte Energiequelle gilt, wird von der der geheimen Organisation S.H.I.E.L.D untersucht. Auch Nick Fury gehört dieser Organisation an und braucht schon bald mehr Hilfe, als ihm lieb ist…


Erstes Aufeinandertreffen der „Rächer“

,,Wir haben eine neue breite Leinwand, für eine Marvel-Superhelden-Story.“, Kevin Feige

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Auch er steht durchaus im Mittelpunkt: Samuel L. Jackson als Nick Fury. © Paramount Pictures Germany

Unterstützung erhält er dabei von Maria Hill, Dr. Selvig und Clint Barton a.k.a. Hawkeye (Jeremy Renner). Wie aus dem nichts taucht plötzlich Thors Adoptivbruder Loki (Tom Hiddleston) auf, der nicht beabsichtigt etwas Gutes zu tun. Stattdessem nimmt er das Artefakt bzw. den Tesserakt an sich und verschwindet wieder. Grund genug für Fury, den Kriegszustand auszurufen und die „Avengers-Initiative“ zu bmühen. Durch Agent Coulson (Clark Gregg) werden zunächst Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) und Bruce Banner (Mark Ruffalo) ins Boot geholt. Kurz darauf sind auch Tony Stark (R. Downey jr.) und Steve Rogers (Chris Evans) dabei, die eine gewisse Abneigung zueinander zu pflegen scheinen. Schon allein mit diesen beiden Charakteren entsteht reichlich Dialogwitz, die den Film an vielen Stellen nochmals aufwerten. Dies schafft auch Clark Gregg als Agent Coulsen, der Fan von Captain America ist und Sammelkarten vom Helden mit sich führt. Im weiteren Verlauf der Handlung sorgt er damit für eine gewisse Wendung.

Überzeugende visuelle Effekte und Kamera

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Er hat sicher nichts gutes im Sinn: Tom Hiddleston. © Paramount Pictures Germany

Loki zieht weiter seine Kreise und schmiedet hinterlistige Pläne, die zunächst schwer zu durchschauen scheinen. Schon bald kriegt sein Bruder Thor Wind davon und möchte ihn zurück mit nach Asgard nehmen. Nach einer Auseinandersetzung mit Iron Man und Captain America kann dies verhindert werden. Thor wird stattdessen ein Teil der „Avengers“. Nach und nach wird man Zeuge davon, welche Fähigkeiten jeder Charakter hat. Kampfszenen sind überzeugend auschoreographiert und machen besonders in Nahszenen viel Spaß. Die Kamera tut dazu ihr übriges, die in Person von Seamus McGarvey tolle Bilder eingefangen hat. Ein Jahr zuvor setzte er überzeugend das Drama We Need to Talk About Kevin (2011) in Szene. Aber in Sachen visuelle Effekte hatte Scarlett Johansson eine Aussage zum schmunzeln gemacht.

,,Das ist eine Art Flugzeugträger/Spaceshuttle. Er kann alle verschiedenen Ebenen. Man sieht uns in den Wolken aufsteigen, er ist unmöglich zu verfolgen, er ist das fliegende S.H.I.E.L.D. Und er wird wohl viele Fans total umhauen. Davon erholen die sich wohl nicht.“

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Für Detailverliebte: Genau in dieser Stellung war Captain America auch im Film zu sehen. © Marvel Comics 1941-2021

Ein Pluspunkt erhält dieses Mal auch der Score, der mit ein paar Stücken tatsächlich im Ohr bleibt. Zu entdecken gibt es auch einige Referenzen zu anderen Filmen. Diese spare ich bewusst aus, weil bekanntlich Entdeckungsreisen am meisten Spaß machen. In den letzten 45 Minuten dreht der Film so richtig auf und hat einige Schlachten zu bieten, die mit gut dosierten Witz ein kurzweiliges Erlebnis schaffen. Auch Hulk kommt nicht nur visuell, sondern auch kampftechnisch zum Einsatz. Die Entscheidung, Mark Ruffalo für diese Rolle zu verpflichten ist bis heute ein guter Schachtzug. Zum Ende hin wird eine Frage in den Raum gestellt, die jeder Zuschauer für sich beantworten oder mit anderen Gleichgesinnten diskutieren kann. Großer Einsatz wurde auch von den Darstellern während den Dreharbeiten gezeigt. Um sich auf seine Rolle als Hawkeye vorbereiten, wure Jeremy Renner von einem olympischen Bogenschützen trainiert. Renners Figur ist ein beidhändiger Bogenschütze. Er selbst ist in Wirklichkeit Linksshänder. In Thor (2011) ist er als Rechthänder und in The Avengers beidhändig zu sehen.

Mitglieder der Avengers schon früh in Comics dabei

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© Marvel Comics 1941-2021

Aber zunächst anders als gedacht. Im Tales Suspense  #52 (April 1964), wo Tony Stark a.k.a. Iron Man bereits in Ausgab #39 zu lesen war, erschien Black Widow zum ersten Mal und war noch eine Antagonistin, die nichts gutes im Schilde führte. Auch Hawkeye war noch böse, als er sich in Ausgabe #57 (September 1964) vorstellte. In Heft #58 (Oktober 1964) hatten Giant-Man (Henry Pym), Wasp (Janet Van Dyne) und Thor in Heft #59 (November 1964) ihren ersten richtigen Auftritt. Steve Rogers a.k.a. Captain America war gänzlich zum ersten Mal in diesem Heft dabei. Seine eigene Heftreihe hatte er bereits 1940 bekommen. Die Geschichten rund um die Avengers gab es ab September 1963, als die Comicreihe The Avengers startete. Hier waren die Gründungsmitglieder Iron Man, Hulk (Bruce Banner), Thor (Odison), Ant-Man (Hank Pym) und Wasp (Janet Van Dyne). Schon bald verließ Hulk das Team und fand mit Captain America (Steve  Rogers) ein neues Mitglied. In der ersten Ausgabe ist, genau wie im Film, Loki Laufeyson der Gegenspieler. Joss Whedon erklärte später, dass zwei der Gründungsmitglieder von den Avengers, also Ant-Man und Wasp, aus dem Drehbuch gestrichen worden sind, weil der Film zu viele Charaktere gehabt hätte. Außerdem wollten die Drehbuchautoren Ant-Man nicht im MCU haben, bis sein Film im Jahr 2015 veröffentlicht wurde.

Fazit: Die Story des Films ist perfekt ausgeklügelt und setzt seine Charaktere mit viel Menschlichkeit in Szene. Auch die Nebencharaktere kommen dabei nicht zu kurz. Die Schauwerte des Films sind nicht nur abwechslungsreich, sondern auch in seiner gesamten Beschaffenheit detailliert ins richtige Bild gesetzt worden. An Wortwitz fehlt es ebenfalls nicht und macht Lust auf mehr, da es durchaus mit ironischen Unterton versehen wurde. Ein Franchise, welches hier aus den Kinderschuhen entwächst und die „Zweite Phase“ einleitet. Wer bis hier am Ball geblieben ist, wird auch weiterhin mitfiebern.


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Titelbild ©Marvel Studios
Quellen: marvel.fandom.com


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Vielen Dank, dass ihr meinen Artikel gelesen habt. Lasst doch gerne ein Like da, wenn es euch gefallen hat. Ihr habt einen Gedanken zum Text oder Film? Dann postet es mir gerne unten in die Kommentare. Ansonsten ließt man sich im nächsten Artikel. Bis bald…

7 Gedanken zu “Marvel’s The Avengers [2012]

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