„Ich glaube, jeder hat das schon einmal durchgemacht. Sich selbst zu finden und die Person zu werden, die man werden möchte, betrifft uns alle. Ich glaube, jeder kann sich darin wiederfinden.” – Hauptdarsteller Nick Robinson

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© 2017 Twentieth Century Fox

Originaltitel: Love, Simon
Produktionsland: USA

Regie: Greg Berlanti

Darsteller:
Nick Robinson, Jennifer Garner, Josh Duhamel, Katherine Langford, Alexandra Shipp u.v.a.

FSK: 0
Länge: 110 Min.
Verleiher: 20th Century Fox

Premiere in Australien: 27. Februar 2018
Filmstart in den USA: 16. März 2018
Filmstart in Dtl.: 28. Juni 2018


Basierend auf ein Roman namens Simon Vs. The Homo Sapiens Agenda (Nur drei Worte) von Becky Albertalli kommt zum ersten Mal ein mainstreamtauglicher Film mit dieser Thematik in die Kinos.

Im Mittelpunkt steht der Teenager Simon Speer (Nick Robinson), der an der Creekwood High School in einem Vorort von Atlanta, Georgia in die Schule geht. Simon hat alles was man sich nur wünschen kann. Die drei besten Freunde Leah, Nick und Abby, ein tolles Umfeld und eine Familie die immer für ihn da ist. Zum Geburtstag bekommt er ein Auto geschenkt, was ihn überglücklich macht. Doch Simon hat ein großes Geheimnis, welches er auch vor seinen Eltern Emily und Jack sowie seiner Schwester Nora geheim hält. Er ist nämlich schwul.

Darsteller authentisch in ihrem Umfeld eingepasst

Simon wartet auf den richtigen Moment, sich zu outen. Dann wird bekannt, dass ein User mit dem Namen „Blue“ aufgetaucht ist. Simon beginnt sofort mit ihm zu schreiben und teilt seine innersten Gedanken mit. Doch dann werden die eigentlich geheimen E-Mails öffentlich und Simon sieht sich einer Erpressung gegenüber. Wird er es schaffen die richtige Entscheidung zu treffen? Hauptdarsteller Nick Robinson war wie geschaffen für diese Rolle. Hatte er doch schon in Being Charlie (2015) einen intensiven Charakter gespielt. Dort war er ein jugendlicher Drogenabhängiger, der von seiner Sucht geheilt werden wollte. In Love, Simon mimte er den Durchschnitts-Teenager Simon, der kein Problem damit hat schwul zu sein. Doch im Verlauf der Handlung wird er erpresst und muss etwas tun, was seinen direkten Freundeskreis nicht gefallen könnte. Die Konsequenzen, die daraus entstehen, spielt er mit so einer Abgeklärtheit, dass man einfach mit ihm mitfühlen muss.

Auch Jennifer Garner, die seine Mutter spielt, nimmt einen besonderen Platz in der Handlung ein und überzeugt vor allem in ruhigen Szenen. Für witzige Momente sorgt Talitha Bateman, die als Simons Schwester Nora zu sehen ist. Sie ist vom Kochen ganz begeistert und setzt der Familie stets Kostproben vor, die nicht besonders schmackhaft sind. Aber Simon lobt sie immer wieder, wie gut sie kochen kann, was ausgesprochen zum Witz und zur Ausgewogenheit des Films beiträgt. Dem schließt sich auch Natasha Rothwell an, die die Lehrerin Ms. Albright verkörpert und mäßige Theaterproben ihrer Schüler ertragen muss und entsprechend mit Humor reagiert. Im Verlauf der Handlung schreitet sie auch in einer ernsten Situation ein, was ihre Vielseitigkeit zur Entfaltung kommen lässt.

 

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Simon hat eine Familie, auf die er immer zählen kann. Schwester Nora, Mutter Emily und Vater Jack. © 2017 Twentieth Century Fox

Ruhiger Score trägt zur Stimmung bei

Der Komponist Rob Simonsen hat besonders in den letzten Jahren musikalisch zu renommierten Filmen beigetragen. Zu den neueren Titeln zählen THE AGE OF ADALINE Für immer Adaline 2015) oder THE WAY WAY BACK Ganz weit hinten 2013). Beim zuletzt genannten Film wurden sensible Töne angeschlagen, da es sich um eine Coming-of-Age Geschichte handelt. So auch in Love, Simon Der Stil Simonsens basiert auf Rock- als auch traditionelle Orchestermusik. Beim Schreiben seiner Musik denkt er dabei oftmals an den Zuschauer:

„Ich glaube, wir sind oft erfolgreicher, wenn wir dem Zuschauer Raum lassen. Ich glaube nicht, dass ein ‚einfacher’ Ansatz die Arbeit erleichtert. Manchmal ist es viel schwieriger das Einfache genau zu treffen.”

Dazu gibt es noch 13 Songs, die den endgültigen Soundtrack ergeben. Mit dabei sind u.a. die Jackson 5, sowie aktuelles Material und eine ganze Reihe von Bleachers-Songs, die u.a. den Song und Ohrwurm „Alfie’s Song (Not So Typical Love Song)” beigesteuert haben.

„Für mich steht der Song für das Gefühl, das LOVE, SIMON vermittelt – sehr beschwingt und gleichzeitig hochemotional”, erklärt Antonoff. „Es ist ein Lied, das man auf einer Spritztour mit Freunden spielen würde oder auf einer Party, aber durch den Text schleichen sich sehr emotionale Momente ein. Und genau diese Wirkung hatte der Film auch auf mich.”

Kameramann John Guleserian längst etabliert

John Guleserian, der die Arbeiten an der Kamera durchführte, arbeitete auch schon für Produzent Ridley Scott und dessen Film ZOE. Zu seinen Serienarbeiten zählen die Amazon-Erfolgsserie Transparent. Auch für die Netflix-Serie Friends From College. war er als Kameramann im Einsatz. Ein Merkmal seiner Arbeit in Love, Simon war, dass ein Bild nie zu lang stehen blieb, sondern schnellere Schnitte gemacht worden. Dies hatte zur Folge, dass man sich selten an bestimmten Situationen länger festklammerte. Harry Jierjian, der für den Schnitt verantwortlich war, wurde bekannt durch seine Arbeit an (The Flash), (The Nine Lives Of Chloe King) und (A Town Called Eureka – Eureka – Die geheime Stadt)Auch das Gesamt- bzw. Szenenbild orientierte sich an schnellere Bilder, fing aber trotzdem interessante Perspektiven ein, egal ob sie fröhlicher oder trauriger Natur waren. Ein Beispiel dafür sind die Theaterproben der Schüler, die eine Vorführung vorbereiteten. Auch das Zimmer von Simon ist einem Teenager entsprechend eingerichtet und lädt sogar zum Details entdecken ein.

Isaac Aptaker und Elizabeth Berger arbeiten als Autoren-Team für Kino- und Fernsehenproduktionen. Dabei haben sie einen Exklusiv-Vertrag mit 20th Century Fox Television. Ihnen gelang es in ihrer Geschichte ein Gleichgewicht zwischen Drama und Humor herzustellen. Die ganze Inszenierung, die mit Schulbeziehungen, Orientierungsproblemen und engen Freundschaften einhergehen, wirkt nicht nur glaubwürdig, sondern ist es auch auf ganzer Linie. Und Regisseur Greg Berlanti meinte folgendes dazu:

„Es ist keine Geschichte, bei der ich das Gefühl hatte, dass sie schon erzählt wurde. Sie spiegelt meine eigenen Erfahrungen in der Schule wieder, aber sie wirkt trotzdem so, als ob sie alle anspricht. Eine Geschichte, deren Perspektive mir sehr vertraut ist, aber bei der der Film eine Botschaft hat, zu der alle einen Bezug haben.”

Fazit: Nicht zu vergleichen mit dem Independentfilm Call Me By Your Name (2017), der in eine völlig andere Richtung geht. Aber gemeinsam haben beide Filme, dass sie mit einem tollen Cast aufspielen. Allen voran Nick Robinson, der als Simon für sich selbst zum schwul sein bekannt hat, aber sich noch nicht geoutet hat. Man wendet sich gezielt an das jüngere Publikum und bekommt dadurch einen Film zu sehen, der klar im Mainstream angesiedelt ist. Er trägt eine Botschaft in sich, die erst zum Ende hin völlig offen gelegt wird. Wer sich schon oft innerlich alleine gefühlt hat, wird mit Simon mitfühlen können. Neben Emotionen, gibt es auch gut dosierten Humor und Einfühlungsvermögen, Es wird nie langweilig, weil auch die zum Teil lockeren Dialoge passen. Ins Lächerliche wird hier aber trotzdem nichts gezogen. Stattdessen behält der Film seine Bodenständigkeit und  wird nicht nur eingefleischte Teenie-Filmfans begeistern.


Offizielle Filmseiten und weitere Materialien zu Love Simon findet ihr hier:

www.fox.de 20th Century Fox
lovesimonmovie lovesimonmovie
 foxkino

Quelle: Presseheft Love, Simon und natürlich der Film selbst.


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Der Roman von Becky Albertalli

Der Soundtrack zum Film

Ein Gedanke zu “Love, Simon [2018]

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