Avengers: Infinity War [2018]

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© Marvel Studios 2018

Originaltitel: Avengers: Infinity War
Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich

Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller:
Robert Downey Jr. Chris Evans, Tom Holland, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Zoe Zaldana, Mark Ruffalo, Josh Brolin, Benedict Cumberbatch, Don Cheadle uva.

Genre: Action, Abenteuer, Fantasy
FSK: 12
Länge: 149 Min.
Produktionsfirma: Marvel Studios
Verleiher: Walt Disney Studios

Filmstart in den USA: 27. April 2018
Filmstart in Dtl.:  26. April 2018


Eines vorab. Um die Handlung des Films einigermaßen folgen zu können, sollte man mindestens The Avengers (2012), The Avengers 2: Age of Ultron (2015) und Captain America: Civil War (2016) gesehen haben.

Nun steht der Kampf mit dem Titanen Thanos (Josh Brolin) bevor. Der befindet sich bereits auf den Weg zur Erde, um die Infinity-Steine an sich zu bringen. Hat er erst einmal alle Steine beisammen, ist er in der Lage das gesamte Universum zu kontrollieren. Auch die Gurdians of the Galaxy haben schon Erfahrung mit ihm gemacht und sehen ihn ebenfalls als Feind. 

Kann Mord jemals als Gnade gelten?

Der Antagonist Thanos ist so rücksichtslos und arrogant, wie ein Herscher nur sein kann. Er ist auch bereit nahestehende Personen zu schaden. So ließ er u.a. seine Tochter Nebula (Karen Gillan) gegen seine Halbschwester Gamora (Zoe Zaldana) kämpfen. Dabei erlitt Nebula unzählige Niederlagen und gleicht mehr einem Cyborg als einen Menschen. Thanos tötete einst sein Volk, um es seiner Ansicht nach neu erwachsen zu lassen? Massenmord ist für ihn ethisch korrekt und er ist erneut bereit über Leichen zu gehen. Sehr zum Leidwesen von Gamora, die von ihm einst aufgenommen wurde, als ihre Mutter plötzlich verschwand. Und hier bekommt man einen Einblick, wie Thanos Gamora in Kindstagen manipuliert hat. Schon lange hat sie die Nase voll von ihm und vertritt keine seiner Ansichten. Außerdem trägt sie ein Geheimnis mit sich, was es zu bewahren gilt. Die Protagonisten erhalten fast komplett recht wenig Tiefenzeichnung. Dafür erfährt man um so mehr über Gamora und Thanos. Denn im Verlauf der Handlung muss jeder von ihnen eine Entscheidung treffen die folgenschwer sein könnte. 

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Schaut nicht nur böse, sondern ist auch: Titan Thanos. © Marvel Studios 2018

Düstere Atmosphäre mit Humor aufgelockert

Der Grundtenor des Films ist dieses Mal sehr düster. Auch Captain America: The First Avenger (2011), Thor – The Dark Kingdom (2013), Return Of The First Avenger (2014) und Captain America: Civil War (2016) waren dies zumindest teilweise. Kein Wunder, denn sie tragen allesamt die Handschrift der Drehbuchautoren Stephen McFeely und Christopher Markus. Nun ist ihnen erneut der Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und dosierten Humor gelungen. U.a. dürfen sich die Zuschauer darauf freuen, wie sich wohl Tony Stark (Robert Downey Jr.) und Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) verstehen werden. Dabei muss Tony über sein Schatten springen. Er benötigt jede Hilfe die er nur kriegen kann. Doch er muss sich überwinden Steve Rogers (Chris Evans) anzurufen. Die Beiden hatten sich einst nicht gerade im guten getrennt. Das Avengers-Ensemble ist nun größer als je zuvor. Da könnte man den Eindruck gewinnen, es würde alles überladen wirken. Dem ist aber nicht so, weil sich alle Avengers nie gleichzeitig an einem Ort befinden. Die Erzählweise ist so strukturiert, dass man stets den Überblick behält. In Sachen Humor gibt es wieder einige Leckerbissen. So zeigt Peter Parker (Tom Holland), dass er in Sachen Filme ein richtiger Nerd ist und mit seinen Ideen zwar durchaus Lösungen parat hat, aber dabei Tony zur Weisglut bringt. Andererorts scheint sich Rocket der Waschbär mit Thor (Chris Hemsworth) anzufreunden. Entsteht hier eine wunderbare als auch witzige Freundschaft? Allein die Tatsache, dass Thor Rocket eher als Karnickel statt Waschbär sieht, sorgt schon für mehr als einen Lacher. Außerdem taucht ein Charakter auf, mit dem man so nicht rechnet. 

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Kann auch in Krisenzeiten auf Unterstützung bauen: Steve Rogers aka Captain America. © Marvel Studios 2018

Infinity-Steine sind zentrales Thema der Handlung

Dazu gehören sechs Steine, um die sich der ganze Film dreht. Zu ihnen gehören der „Orb“ (Macht/Power, lila) aus Guardians of the Galaxy, der „Tesserakt“ (Raum, blau) aus Captain America: The First Avenger, der „Äther“ (Realität, rot) aus Thor – The Dark Kingdom, der „Gedanken-Stein“ (gelb) aus Avengers: Age of Ultron, das „Auge von Agamotto“ (Zeit, grün) aus Doctor Strange und der noch unentdeckte „Seelen-Stein“ (orange). Wenn alle sechs Steine in den Handschuh gesetzt werden, gibt er dem Träger eine unbesiegbare Macht. Um diese Steine zu bekommen ist Thanos jedes Mittel recht. Nicht nur Mord gehört zu seiner Tagesordnung, sondern auch die Zerstörung vieler Planeten. Doch die Avengers sind bereit sich gegen ihn in den Weg zu stellen. Und in der letzten Stunde des Films geht es hier so richtig ab. Noch nie war ein Avengers-Film so schonungslos. Gleichzeitig bricht er auch bisherige Tabus.

Unterschiedliche Handlungsorte bringen Abwechslung

Der Dreh dauerte vom 23. Januar 2017 bis 14. Juli 2017 an. Los ging es in den berühmten Pinewood Studios in Atlanta. Danach ging es nach Schottland, wo die Schottischen Highlands, Glasgow und Edinburgh als Kulisse dienten. Zur Verfügung stand hier die Cockburn Street in der historischen Altstadt. Auch die Royal Mile zwischen Roxburgh’s Close und dem alten Fischmarkt von Edinburgh diente als Handlungsgeschehen. Die letzten Aufnahmen fanden an der Durham Cathedral in Durham, in St Abbs, sowie an der  St Giles’ Cathedral und vor dem Inverness Castle am Ness. Weitere Studioaufnahmen folgten in den Wardpark Studios in Cumbernauld. Alle Drehorte zusammen ergeben wieder ein stimmiges Gesamtbild, was so schon in Captain America: Civil War (2016) praktiziert wurde.

Filmmusik trägt zum stimmigen Gesamtbild bei

Stan Lee, der Schöpfer von Spider-Man, Doctor Strange und Iron Man hat natürlich erneut einen Cameo-Auftritt. Dabei darf wieder kräftig gelacht werden. Mehr sei an dieser Stelle aber nicht verraten. Der Score stammt dieses Mal vom Komponisten Alan Silvestri. Schon bei Captain America: The First Avenger (2011) und Marvel’s The Avengers (2012) übernahm er die Kompositionen und sorgte zeitgleich für tiefgründige Untermalung. Auch in Infinity War merkt man spürbar seine Handschrift. Besonders in ruhigen Szenen, die hier weniger zum tragen kommen als in den anderen Filmen, verleiht er den Protagonisten und Antagonist Thanos  epische Momente. 

Fazit: Avengers: Infinity War ist größer als alles was je zuvor auf der Kinoleinwand von Marvel Studios erschienen ist. Captain America: Civil War [2016] schien der epische Höhepunkt der Russo-Brüder zu sein. Nun setzten sie die Messlatten noch höher und übertreffen dabei sich selbst. Eine Materialschlacht, die seinesgleichen sucht. Quasi Non-Stop-Action von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei leidet etwas die tiefgründige Substanz der Handlung, was aber aufgrund des anwesenden Charakter-Ensemble verständlich ist. Jedoch ist eine deutliche Charakterzeichnung beim Antagonisten Thanos und seiner scheinbar seelenverwandten Mitstreiter auszumachen. Zusammenfassend ist der Film mit folgenden Worten zu beschreiben:

„Atemberaubend! Großartig! Verheerend! Emotional! Intensiv! Eindringlich! Witzig!“

 


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14 Gedanken zu “Avengers: Infinity War [2018]

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